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001 Die spektralen Komponenten des Diffussignals sind in Folge der Raumresonanzen, insbesondere bei kleinen Räumen, nicht mit denen des Direktsignals identisch. Wie sind die im Display angezeigten Pegelangaben ...

Die spektralen Komponenten des Diffussignals sind in Folge der Raumresonanzen, insbesondere bei kleinen Räumen, nicht mit denen des Direktsignals identisch. Wie sind die im Display angezeigten Pegelangaben beim Zusammenmischen von Direkt- und diffusem Signal zu verstehen?

Bei Rosa Rauschen und Ohrkurvenfilter (»dBA«) sind Direktsignal und Diffusanteil pegelmäßig auf etwa ±0,2dB identisch.

Das ist leicht gesagt und technisch nicht gerade trivial. Kann ich das selbst verifizieren?

Ja. Stellen Sie das Gerät wie folgt ein: DryLEV ±0, 1stLEV OFF, 2ndLEV ±0, Density 0, BassGain ±0, RT60Hi LIN, RT60Lo LIN und 2ndCUT NONE. Speisen Sie Rosa Rauschen mit -20dB parallel in alle genutzten Eingänge ein. Zunächst schalten Sie den Diffusanteil ab, und messen den Pegel des Direktsignals mit Ohrkurvenfilter. Anschließend schalten Sie den Diffusanteil wieder ein, und schalten stattdessen das Direktsignal ab. Wieder mit Ohrkurvenfilter vermessen Sie nun, für jede Raumgröße extra, den Ausgangspegel über den gesamten Einstellbereich der Nachhallzeiten.

www.quantec.com/?id=faq001
Jul 2008, aktualisiert Feb 2010

Kategorie: Total FAQ, Tonmeister, Maintenance
Ansprechpartner: Wolf
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002 Ich habe beim Nachladen von Software Probleme mit XSOFT und RS-232. Wie kann ich überprüfen, ob das Zusammenspiel zwischen meinem PC, dem dort ...

Ich habe beim Nachladen von Software Probleme mit XSOFT und RS-232. Wie kann ich überprüfen, ob das Zusammenspiel zwischen meinem PC, dem dort angeschlossenen USB-auf-RS-232-Adapter, und dem per Nullmodemkabel an den USB-Adapter angeschlossenen Yardstick funktioniert?

Nachdem Sie beim Download-Programm auf Start geklickt haben, springt eine kleine Dialogbox auf; gleichzeitig wird ein BREAK an die Schnittstelle angelegt. Die Dialogbox nicht bestätigen, sondern prüfen, ob der BREAK vom PC zum Gerät geschickt wird. Messen Sie die Spannung am Pin 3 an Ihrer RS-232-Schnittstelle (direkt am PC oder über USB-Adapter) oder Pin 2 am Ende des Kabels das in das Gerät eingesteckt wird. Bei einem BREAK muss die Spannung zwischen +5V und +15V liegen.

Sieht der Yardstick beim Einschalten einen BREAK, so legt er seinerseits einen BREAK in Richtung PC an. Wenn Sie nun die Dialogbox klicken, dann prüft der PC diesen Rück-BREAK. Wird er erkannt, dann springt das XSOFT-Protokoll an. Der Rück-BREAK liegt am Gerät auf Pin 3 und am PC auf Pin 2. Die Antwort kommt aber nur mit bestehender Kabelverbindung. Zum Messen müssen Sie also einen Stecker öffnen.

www.quantec.com/?id=faq002
Jul 2008

Kategorie: Total FAQ, Maintenance
Ansprechpartner: Gustl
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003 Bei Wettbewerbern, deren Geräte Abtastraten von 96 und 192 kHz versprechen, finden sich auf deren Leiterplatten SRC-Chips (SRC=Sample Rate Converter); nicht so beim Yardstick. Wird denn bei QUANTEC die Umsetzung vom DSP selbst ...

Bei Wettbewerbern, deren Geräte Abtastraten von 96 und 192 kHz versprechen,
finden sich auf deren Leiterplatten SRC-Chips (SRC=Sample Rate Converter); nicht so beim Yardstick. Wird denn bei QUANTEC die Umsetzung vom DSP selbst ausgeführt?

Keinesfalls – es wird überhaupt nichts umgesetzt. Wenn wir z.B. beim 2492 und 2496 den Betrieb mit 192 kHz erlauben, dann läuft auch der Algorithmus komplett mit 192 kHz, und alle Delay-Speicherzellen werden gegenüber 48 kHz vervierfacht. Von der anderen Seite betrachtet: wird der Yardstick 2492 bei dem Plug-in 2492_QRS_22x4_SIMPLE nur mit 48 kHz betrieben, dann wartet der DSP quasi 75% der Zeit aufs nächste Sample.

www.quantec.com/?id=faq003
Jul 2008, aktualisiert Jan 2010

Kategorie: Total FAQ, Maintenance
Ansprechpartner: Wolf
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004 Ich habe den Eindruck, dass die Vorgängermodelle weicher und mit mehr Bässen klingen als die neuen Yardsticks. Ist da was dran?

Ich habe den Eindruck, dass die Vorgängermodelle weicher und mit mehr Bässen klingen als die neuen Yardsticks. Ist da was dran?

Ja, es gibt da einen Unterschied. Neben der Einstellung der RT60 existieren bekanntlich die beiden Parameter RT60Lo und RT60Hi, um die Nachhallzeit zu den Tiefen und Höhen hin zu verändern. Eigentlich ist zu erwarten, dass die beiden Parameter ausschließlich auf die Nachhallzeit wirken, und z.B. bei stationärem Rosa Rauschen keinen hörbaren Einfluss zeigen. So ist es auch bei den neuen Geräten der 249x-Serie.

Beim Yardstick 2402 ist es wegen dessen DSP-Restriktionen etwas anders: dort wirkt neben der Beeinflussung der Nachhallzeit auch eine frequenzabhängige Anhebung bzw. Absenkung des Hallpegels. Wenn man dort z.B. die Nachhallzeit in den Tiefen auf 2.5 einstellt, dann werden die Tiefen gleichzeitig etwas lauter; so als würde der Bassregler eines Kuhschwanzentzerrers parallel mitlaufen. Entsprechend wird der Pegel bei einer typischen RT60Hi von 0.25 zu den Höhen hin deutlich hörbar vermindert.

Das Frequenzverhalten ist im Prinzip trivial: das Verhalten der alten Geräte lässt sich komplett mit Mischpult-Klangfiltern im Hallpfad simulieren. Dazu genügt der gute alte Kuhschwanzentzerrer mit 6dB/Oktave.

Zurück zur 249x-Serie: ein ähnlicher Effekt war für den Höhenbereich schon immer mit dem Parameter Bandwidth (kürzlich in 2ndCUT umbenannt) direkt am Gerät verfügbar. Für die Tiefen gibt es seit Version 2.0 das neue Parameterpaar Bass Gain und Bass Edge – damit können Bassanhebungen und -absenkungen in den Presets archiviert werden.

www.quantec.com/?id=faq004
Jul 2008, aktualisiert Feb 2010

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005 Die Ausgangs-Korrelation von 50% funktioniert ja mit Kopfhörern wunderbar. Beim Abhören über Lautsprecher stellt sich aber in der Praxis das Problem, dass der linke Lautsprecher auch ins rechte Ohr strahlt, und der rechte Lautsprecher ...

Die Ausgangs-Korrelation von 50% funktioniert ja mit Kopfhörern wunderbar. Beim Abhören über Lautsprecher stellt sich aber in der Praxis das Problem, dass der linke Lautsprecher auch ins rechte Ohr strahlt, und der rechte Lautsprecher ins linke. Kann ich das irgendwo kompensieren?

Es gibt seit Version 2.0 den neuen Parameter Correlation, bei dem die Ausgangsmatrix des Geräts etwas verstimmt werden kann, so dass wahlweise das Seiten- oder das Mittensignal überbetont wird. Dies ist, für jedes Ausgangspaar einzeln, in mehreren Stufen einstellbar. Mit einer passend dosierten Überbetonung des Seitensignals lässt sich das Übersprechen der Lautsprecher in erster Näherung kompensieren.

www.quantec.com/?id=faq005
Jul 2008

Kategorie: Total FAQ, Tonmeister
Ansprechpartner: Wolf
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006 Weshalb haben die Yardsticks überwiegend digitale Ein- und Ausgänge? - Die Welt ist doch analog, und viele Anwender setzen nach wie vor die analoge ...

Weshalb haben die Yardsticks überwiegend digitale Ein- und Ausgänge? - Die Welt ist doch analog, und viele Anwender setzen nach wie vor die analoge Technik ein.

AD/DA-Konverter altern um ein vielfaches schneller als Signalprozessoren. Daher sind separate AD/DA-Konverter in aller Regel wirtschaftlicher.

Digitale Ein- und Ausgänge stellen eine perfekte Schnittstelle dar: volle 24 Bit rein und raus - kein Rauschen, keine Verzerrungen, und, falls erforderlich, auch 2- oder 4-fache Abtastraten.

Wir gehen bei unseren Geräten von einer Einsatzdauer von 15-20 Jahren aus. Analoge Ein- und Ausgänge, speziell A/D- und D/A-Wandlerchips, ändern sich von Jahr zu Jahr. Was heute Speerspitze der Technik ist, muss heute auch teuer bezahlt werden, kann aber bereits in zwei Jahren veraltet sein. So zum Beispiel bei unserem 2493: der ist mit (z.Zt. noch) hochwertigen, aufwändigen und daher teuren Konvertern bestückt. Sollte sich nun aber ein aktueller Trend weiter manifestieren, IIR- statt FIR-Antialiasfilter zu bevorzugen (wegen der fehlenden Vorechos), dann werden beim 2493 dessen Konverter (mit den seit Jahren bewährten phasenlinearen FIR-Antialiasfiltern) möglicherweise zum Problem. Es ist in unseren Ohren nicht sinnvoll, einen Outboard-Signalprozessor bis an das Ende seiner Nutzungsdauer mit dann möglicherweise zweifelhaften Konvertern zu belasten.

Digitale Schnittstellen können von der Qualität her sehr viel leichter mithalten. Daher unsere Empfehlung: benutzen Sie beim Yardstick externe AD/DA-Wandler, und ersetzen Sie diese alle paar Jahre durch das dann aktuelle Modell. Und über dessen Preis-/Leistungsverhältnis entscheiden Sie, nicht wir...

Sie finden unsere Argumentation haarsträubend? Dann schaun Sie doch mal in unsere FAQ 053 rein ...

www.quantec.com/?id=faq006
Aug 2008, aktualisiert Jan 2011

Kategorie: Total FAQ, Presales, Maintenance, Analog I/O
Ansprechpartner: Wolf
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007 Ist es denkbar, bestehende Geräte auf- oder umzurüsten - z.B. von AES3 auf Analog?

Ist es denkbar, bestehende Geräte auf- oder umzurüsten - z.B. von AES3 auf Analog?

Alle Geräte der 249x-Serie sind modular aufgebaut. Es wäre also im Prinzip unproblematisch, eine oder mehrere Baugruppen auszutauschen. Das Problem liegt hauptsächlich in den dann nicht mehr passenden Frontplatten und Rückhauben, deren Austausch bzw. Entsorgung erhebliche Kosten verursacht. Fazit: sag' niemals nie...

www.quantec.com/?id=faq007
Sep 2008

Kategorie: Total FAQ, Maintenance, Analog I/O
Ansprechpartner: Sales
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008 Herausragend und von großem Nutzen beim M7 ist es, dass dessen Diffusfeld perfekt mit zuvor aufgenommenen Naturräumen verschmilzt. Habe ich eine Live-Aufnahme mit vielen Erstreflexionen, bei der aber durch zu viel Publikum ...

Herausragend und von großem Nutzen beim M7 ist es, dass dessen Diffusfeld perfekt mit zuvor aufgenommenen Naturräumen verschmilzt. Habe ich eine Live-Aufnahme mit vielen Erstreflexionen, bei der aber durch zu viel Publikum die Hallfahne zu kurz geraten ist, dann kann ich mit dem M7 die Größe sehr genau auf die Raumgröße des aufgenommenen Raums einstellen. Indem ich jetzt ausschließlich Diffusanteil hinzufüge, kann ich die Hallfahne nach Bedarf strecken. Besonders fällt auf, dass diese Hallfahne wirklich lebendig klingt, und keinesfalls so statisch wirkt wie der auf der Aufnahme befindliche Naturhall.
 
Genau hier lag mein Problem mit dem 2402: jedes mal wenn ich die Hallfahne verlängern wollte, wurde das Schallfeld gleich viel zu breit aufgeblasen.

Der 1997 noch etwas begrenzten DSP-Leistung geschuldet hatte der 2402 nur eine einzige Raumgröße: 100.000 Kubikmeter - ein riesiger Raum. So etwas kann nie und nimmer mit einem kleinen Raum wie einem Musikclub zusammengehen.

Vor 30 Jahren hätte man das Problem mit einer Hallplatte gelöst. Hallplatten haben vom Start weg eine unglaubliche Rückwurfdichte - ohne auffallende Erstreflexionen. Starke Ähnlichkeiten mit kleinen Hallräumen sind unverkennbar. Und vermutlich liefert der Diffusfeld-Teilalgorithmus des M7 genau dieses auch.

Der entsprechende QUANTEC-Ansatz ist einfach und geradlinig:

Man stelle am Yardstick 249x einen Raum ein, der eine Größenstufe kleiner ist als der Raum, der gestützt werden soll. Alle frühen Reflexionen des simulierten Raums werden daher überdeckt durch die markanten Erstreflexionen des realen Raumes. Sind diese abgelaufen, dann ist der Yardstick dicht genug und "reif zur Übernahme". Die beiden Stoßstellen können per Postdelay sehr fein übereinander geschoben werden.

Da beide Räume von ähnlicher Größe sind, verschmelzen die Raumresonanzen von realen Frühechos und simulierten Hallfahnen weitestgehend. Daher lässt sich die Hallfahne mit Hilfe des Yardsticks 249x beliebig strecken, ohne dass die viel zu späten Erstreflexionen eines total falschen Raumes dazwischenfahren würden, der ohnehin viel zu groß war, um auch nur annähernd zu verschmelzen.

www.quantec.com/?id=faq008
Okt 2008, aktualisiert Jan 2010

Kategorie: Total FAQ, Tonmeister
Ansprechpartner: Wolf
Frage gestellt von: Arvisura
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009 Ich habe ernsthafte Probleme mit der Benutzerschnittstelle. Die großen Taster und der Drehknopf sind ja in Ordnung, aber ihre Benutzung ist sehr zeitintensiv. Die kleinen Kipphebel sind nicht wirklich nützlich, wenn man große Hände hat ...

Ich habe ernsthafte Probleme mit der Benutzerschnittstelle. Die großen Taster und der Drehknopf sind ja in Ordnung, aber ihre Benutzung ist sehr zeitintensiv. Die kleinen Kipphebel sind nicht wirklich nützlich, wenn man große Hände hat. Außerdem muss man direkt von vorn auf das Gerät blicken, um zu sehen was man tut.

Sie scheinen das Feature Parameter Follow Me übersehen zu haben. Ist das Feature aktiv, wechseln linkes Display und Drehknopf bei jeder Betätigung eines Kipphebels sofort auf den zugehörigen Parameter. Gleichzeitig werden Namen und Wert mit großen Zeichen dargestellt; außerdem gibt es einen auffälligen Bargraph.

Überprüfen Sie, ob Parameter Follow Me (System Setup / Preset) auf ON steht. Steigen Sie mit den großen Taste und dem Drehknopf so tief ins Menü Edit Scratch A nach unten, bis Sie einen beliebigen Parameter per Drehknopf variieren können. Anstatt nun den nächsten Parameter umständlich über aufwärts – seitlich – abwärts anzufahren, tippen Sie einfach den passenden Kipphebel.

www.quantec.com/?id=faq009
Okt 2008

Kategorie: Total FAQ, Tonmeister, Operation
Ansprechpartner: Wolf
Frage gestellt von: Joystick Belgien
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010 Was passiert mit den Presets des bisherigen Plug-ins, wenn ich ein neues Plug-in auf eine bereits benutzte Bank installiere?

Was passiert mit den Presets des bisherigen Plug-ins, wenn ich ein neues Plug-in auf eine bereits benutzte Bank installiere?

Man muss hier nach Plug-in-Typen unterscheiden. Wenn Sie ein funktionsgleiches Plug-in lediglich in einer neueren Software-Version installieren, dann bleiben Ihre Presets erhalten. Sollten sich die Parameter des Plug-ins geändert oder erweitert haben, dann werden die bestehenden Presets von der neueren Software erkannt und on-the-fly konvertiert. Neue, bisher nicht existierende Parameter werden dabei auf möglichst neutrale Werte gesetzt, so dass der Klang Ihrer bisherigen Presets nicht wesentlich verändert wird.

Wenn Sie dasselbe Plug-in in einer älteren Software-Version installieren, und die Preset-Parameter beider Versionen identisch sind, dann bleiben Ihre Presets erhalten. Gibt es Widersprüche, dann geht die alte Software davon aus, dass sie auf einen ihr unbekannten Effekt gestoßen ist. In diesem Fall werden alle Presets gelöscht. Wurde die Installation versehentlich ausgeführt, dann kann man die alten Presets noch retten, solange das darüber installierte Plug-in noch nicht manuell selektiert, bestätigt, und anschließend geladen wurde. Erst ein geladenes Plug-in löscht oder konvertiert die Presets unwiderruflich.

Beispiel: Wird ein DLY-Plug-in auf eine Bank installiert auf der vorher ein QRS-Plug-in war, dann werden die Presets gelöscht. Unterschiedliche Plug-ins haben einen unterschiedlichen Aufbau ihrer Presets, und können daher mit einer fremden Presetstruktur grundsätzlich nichts anfangen.

Übrigens: Die Default-Einstellung der Installations-Software verwendet immer eine freie Bank.

www.quantec.com/?id=faq010
Okt 2008

Kategorie: Total FAQ, Preset Management
Ansprechpartner: Gustl
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011 Woran erkenne ich, dass ein Plug-in meine bestehenden Presets nicht gefährdet?

Woran erkenne ich, dass ein Plug-in meine bestehenden Presets nicht gefährdet?

Installieren Sie sicherheitshalber nur neuere Versionen eines funktionsgleichen Plug-ins. Funktionsgleich bedeutet, dass der Kennungstext der beiden Plug-in-Versionen bis auf die Versionsnummer absolut identisch sein muss. Allerdings sind Ausnahmen möglich; dies wird dann aber explizit dokumentiert.

Das Plug-in wird durch den Text in der 3. und 4. Zeile des Plug-in-Bootloaders identifiziert. Dieser Text taucht auch im Dateinamen des Installationsprogramms auf. Der Dateinamen beginnt immer mit dem Gerätetyp, als nächstes kommt die Bezeichnung des Plug-in und zum Schluss die Versionsnummer. Leerzeichen, '.' oder andere Sonderzeichen werden dabei durch '_' ersetzt. Der Bootloader zeigt z.B. folgenden Text an:

Das zugehörige Installationsprogramm heißt dann:

2498_QRS_88x1_COMPLX_20.EXE

www.quantec.com/?id=faq011
Okt 2008

Kategorie: Total FAQ, Preset Management
Ansprechpartner: Gustl
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012 Was hat es mit den SIMPLE-, MEDIUM- und COMPLX-Versionen auf sich?

Was hat es mit den SIMPLE-, MEDIUM- und COMPLX-Versionen auf sich?

Bei jedem Algorithmus können Komplexität und erhöhte Abtastraten abgewogen und gegeneinander ausgespielt werden. Die Yardstick-Versionen 1.x des QRS-Algorithmus wurden unter der Vorgabe entwickelt, auch noch bei 192 kHz lauffähig zu sein. Dies bedeutete andererseits, dass der DSP bei einem Betrieb mit 48 kHz nur während 1/4 der Zeit aktiv ist, und ansonsten völlig inaktiv auf das nächste Sample wartet.

Für den Anwender ist in diesem Fall alles unkompliziert: es können Abtastraten zwischen 38 und 216 kHz eingespeist werden. Das Gerät „frisst“ alles und die Bedienoberfläche bleibt einheitlich.

Für ambitionierte Algorithmus-Entwickler mag dies frustrierend sein. Wie viel mehr an nützlichen Kleinigkeiten könnte man doch mit der doppelten oder vierfachen Rechenleistung realisieren, wenn diese nicht brach liegen und vergeudet würde. Bevor es weitergeht, muss der Entwickler daher eine folgenschwere Entscheidung treffen: mache ich meinen Algorithmus 2x komplexer, dann kann er nicht mehr bei 192 kHz betrieben werden, sondern nur noch bei 96 kHz. Brauche ich die 4-fache DSP-Leistung, dann kann mein Algorithmus nur mehr bei 48 kHz eingesetzt werden. Der Verlust an Kunden mag bei 192 auf 96 kHz zu vernachlässigen sein. Werden aber 96 kHz auch nicht mehr angeboten, dann brechen bereits 10-20% der Kunden weg, und der verbleibende Rest ist verunsichert.

Andererseits bleibt der gesamte Kundenkreis erhalten, wenn von einem Algorithmus verschiedene Komplexitäten angeboten werden. Oft ist es nicht nötig, sämtliche Raffinessen in ein Plug-in zu packen. Vielleicht ist es ja möglich, mit nur unwesentlichen funktionalen Einschränkungen einen akzeptablen Kompromiss anzubieten, der dann auch bei der doppelten Abtastrate noch lauffähig ist. Ein solcher Ansatz mag sogar manchem High-End-Kunden entgegenkommen. Motto: was brauche ich bei meinem $3000-Preamp (oder 192 kHz) Klangregler...

Genau darum geht es bei SIMPLE, MEDIUM und COMPLX. Bei SIMPLE-Plug-in wird aller überflüssiger Ballast weggelassen; dies ist sozusagen eine Minimalversion, die aber bis zu 216 kHz  uneingeschränkt einsatzfähig bleibt. Beim COMPLX-Plug-in wird alles hinein gepackt, was nur irgendwie und gelegentlich Sinn macht; ein Flaggschiff also. Und dazwischen setzen wir ein MEDIUM-Plug-in, welches gewisse Spielmöglichkeiten bietet, bezüglich der Klangqualität aber nur marginale Abstriche macht.

Oft gilt sogar der Zusammenhang COMPLX:48kHz, MEDIUM:48..96kHz, SIMPLE:48..192kHz; das muss aber nicht immer so sein. Deshalb gibt es bei allen Plug-ins stets auch eine Angabe zur maximalen Abtastrate: x1, x2 und x4.

Das vielseitigste und am meisten verbreitete Plug-in ist die SIMPLE-Version. Wenn vom Ergebnis her vertretbar, dann sollte ein Plug-in auf diese eine Version beschränkt werden. Dies spart Pflegeaufwand beim Entwickler und Einarbeitungsaufwand beim Anwender.

www.quantec.com/?id=faq012
Okt 2008, aktualisiert Aug 2011

Wenn Sie mehr über die klanglichen Konsequenzen der SIMPLE-, MEDIUM und COMPLX-Raummodelle beim QRS-Algorithmus erfahren möchten, dann empfehlen wir Ihnen FAQ 069 ...

Kategorie: Total FAQ, Tonmeister, Maintenance
Ansprechpartner: Wolf
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013 Weshalb klingen QUANTEC-Raumsimulationen eindrucksvoller und lebendiger als natürliche Räume?

Weshalb klingen QUANTEC-Raumsimulationen eindrucksvoller und lebendiger als natürliche Räume?

Einspruch von Seiten des Hallpapsts! - Selbstverständlich klingen natürliche Räume immer noch besser, vor allem räumlicher, als unsere Simulationsmodelle. Dies gilt allerdings nur, solange sich der Zuhörer körperlich im Raum selbst aufhält, und von den aus allen Seiten auf ihn treffenden Schallwellen quasi umspült wird.

Sobald man versucht, den Raumeindruck mit Mikrofonen einzufangen, ist es vorbei mit der 3D-Herrlichkeit.

Jeder Schallwandler, den das akustische Ereignis auf dem Weg zum Ohr des Zuhörers passieren muss, ist ein Flaschenhals, durch den die ursprüngliche Raumantwort an Räumlichkeit und Lebendigkeit verliert. Dies ist keinesfalls als Kritik an der Qualität heutiger Mikrofone zu verstehen. Das Problem liegt vielmehr darin, dass die räumlich aus verschiedenen Richtungen eintreffenden Schallereignisse auf der Membran des Mikrofons gebündelt werden, um dann als elektrisches Monosignal abtransportiert zu werden. Selbst wenn man sich in der Kirche ein Ohr zuhält, dann hört sich dies keinesfalls nach Mono an.

Da der Output unserer raumakustischen Modelle direkt in den Audio-Signalweg eingespeist wird, mithin die Bündelung auf der Mikrofonmembran weg fällt, klingen unsere Modelle naturgemäß lebendiger als ein natürlicher Raum, der mit Raummikrofonen abgenommen wurde. Was wir z.Zt. noch nicht umgehen können ist die Bündelung auf der Membran des Wiedergabewandlers. Genau dies ist der letzte verbleibende akustische Unterschied zwischen einem QUANTEC-Raumsimulationsmodell und dem Aufenthalt in einem realen Raum.

Aus der Zahl der beteiligten Schallwandler im Signalweg lassen sich 3 Qualitätsklassen ableiten:

  • Klasse 0 - null Schallwandler:

Der Zuhörer befindet sich körperlich im realen Raum; die Schallwellen erreichen ihn von allen Seiten.

  • Klasse 1 - ein Schallwandler:

Der Zuhörer lauscht dem QUANTEC-Raumsimulationsmodell durch Lautsprecher/Kopfhörer.

  • Klasse 2 - zwei Schallwandler:

Der Zuhörer verfolgt eine Aufnahme, bei dem die Raumakustik durch Raummikrofone abgenommen wurde. Von der natürlichen Raumakustik bleibt lediglich das übrig, was durch die Multiplikation der Schwachstellen von Aufnahme- und Wiedergabewandler nicht längst verloren ist.

Während die QUANTEC-Raumsimulation mit ihren parametrisierten Modellen zur Klasse 1 gehört, erreicht der z.Zt. sehr populäre Faltungshall nur Klasse 2. Der Grund liegt darin, dass auch beim Faltungshall die Kette prekärerweise aus zwei Schallwandlern besteht: zuerst die Mikrofone zur Abnahme der Fingerprints, und später dann die Wiedergabewandler zum Abhören des Faltungsergebnisses.

Kurios: würden die IR-Faltungsvorlagen direkt von den QUANTEC-Raumsimulationsmodellen abgeleitet (aka. „geklaut“), dann würde der Faltungshall klanglich trotzdem nicht in die Klasse 1 aufsteigen. Mit gerade mal zwei "voll L" und "voll R" abgenommenen Raum-Fingerprints hätten wir das gleiche Problem wie bei einem realen Stereo-Raummikrofon; es würde nämlich weiterhin die für die Räumlichkeit überaus wichtige, zufällig zerklüftete "Übersprechdomain" ignoriert (vgl. FAQ 041). Erst wenn eine große Zahl verschiedenster Panpot-Einstellungen (sowohl "Intensität" als auch "Laufzeit") separat gesampelt, und diese später in der Mischung auch individuell zugeordnet würden (was schon rein technisch völlig unrealistisch wäre), dann, und nur dann, könnte ein mit QUANTEC-Impulsantworten bestückter Faltungshall der atemberaubenden Räumlichkeit unserer Original-Raummodelle Paroli bieten.

Völlig auf der Strecke bliebe dabei natürlich immer noch die bei unseren parametrisierbaren Modellen unerreichte Flexibilität der Charakterisierung.

www.quantec.com/?id=faq013
Nov 2008, aktualisiert Jan 2011

Kategorie: Total FAQ, Presales, Tonmeister, Room Simulation
Ansprechpartner: Wolf
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014 Ich habe bei meinem bereits auf 2.x aufgerüsteten Yardstick aus reiner Neugierde eine alte 1.x Software nachgeladen. Jetzt sind alle 2.x Plug-ins weg ...

Ich habe bei meinem bereits auf 2.x aufgerüsteten Yardstick aus reiner Neugierde eine alte 1.x Software nachgeladen. Jetzt sind alle 2.x Plug-ins weg, mitsamt meiner kostbaren Presetsammlung. Was nun?

Ruhe bewahren - folgendes ist passiert. Die Bank 0 des Yardstick wird bei 2.x durch den Bootloader SWITCH belegt, während sich bei 1.x der (einzige) Effekt dort einnistet. Wird bei einer bestehenden 2.x Installation eine 1.x Software nachgeladen, so überschreibt diese den 2.x Bootloader. Wegen des nicht mehr vorhandenen Bootloaders fehlt jetzt quasi die "Brücke" zu den 2.x Plug-ins und deren Preset-Bibliotheken. Sie sind aber "weiter hinten" im Flash nach wie vor sicher verwahrt. Es muss nur der "Zugang" wieder eingerichtet werden.

Und wie kann ich den Zugang wieder einrichten?

Sie laden sich den aktuellen SWITCH von der Website und installieren diesen wieder in den Bootsektor. Der Clou: die von Ihnen nachträglich installierte 1.x Software wird nun nicht ihrerseits überschrieben, sondern auf Wunsch von SWITCH in eine frei wählbare Bank "weiter hinten" umgehängt. Vor dieser Aktion erstellt SWITCH eine Liste aller Banks, egal ob frei oder belegt. Jetzt brauchen Sie nur noch die gewünschte Ziel-Bank angeben, einige Minuten zu warten bis die Installation umgehängt ist, und dann den SWITCH fertig zu installieren. Mit dem nächsten  Reboot werden Ihnen nicht nur alle 2.x Plug-ins wieder unverändert angeboten, sondern zusätzlich auch die "verirrte" 1.x Installation.

www.quantec.com/?id=faq014
Dez 2008

Kategorie: Total FAQ, Maintenance, Preset Management
Ansprechpartner: Gustl
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015 Ich wünsche mir zur Nachbearbeitung älterer Produktionen immer mal wieder den Zugriff auf die Versionen 1.6, 1.7 oder 1.8 und die seinerzeitigen Original-Presets. Könnte ich nicht vielleicht durch wiederholtes Überschreiben ...

Ich wünsche mir zur Nachbearbeitung älterer Produktionen immer mal wieder den Zugriff auf die Versionen 1.6, 1.7 oder 1.8 und die seinerzeitigen Original-Presets. Könnte ich nicht vielleicht durch wiederholtes Überschreiben des SWITCH-Bootloaders auch mehrere 1.x Versionen ins Gerät schmuggeln, umhängen, und danach auf bestimmten Banks für zukünftige Nacharbeiten vorhalten?

Auch das geht.

www.quantec.com/?id=faq015
Dez 2008

Kategorie: Total FAQ, Maintenance, Preset Management
Ansprechpartner: Gustl
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016 Ich habe eben meine Altinstallation durch Version 2.3 überschrieben. Jetzt stelle ich fest, dass zwar ein Teil meiner Preset-Sammlung weiterhin nutzbar ist. Zwischen den Presets aber klaffen Lücken, die durch Empty besetzt sind ...

Ich habe eben meine 2.1-Altinstallation durch Version 2.3 überschrieben. Jetzt stelle ich fest, dass zwar ein Teil meiner Preset-Sammlung weiterhin nutzbar ist. Zwischen den Presets aber klaffen Lücken, die durch EMPTY besetzt sind. Habe ich jetzt wegen Inkompatibilität einen Teil meiner Presets verloren?

Nein - die "herausgeschlagenen Zähne" sind alles ehemalige Hersteller-Presets, die bis 2.1 noch wahllos gemischt mit den Anwender-Presets im Archiv Local aufgereiht waren - wie bei einer Perlenschnur. Diese Hersteller-Presets erscheinen jetzt, aktualisiert und erweitert, in jeweils eigenen Bibliotheksverzeichnissen wie Dialog-Lib und Music-Lib. Anwender können daher die zurückgebliebenen EMPTY-Lücken jederzeit durch eigene Presets wieder auffüllen.

www.quantec.com/?id=faq016
Dez 2008

Kategorie: Total FAQ, Maintenance, Preset Management
Ansprechpartner: Gustl
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017 Kann ich auf ältere Benutzer-Presets in einer anderen Bank zugreifen?

Kann ich auf ältere Benutzer-Presets in einer anderen Bank zugreifen?

Ja - prinzipiell ist das möglich. Alte, von Vorversionen „geerbte“ Presets werden automatisch in neue Presets umgewandelt. Sollte das neue Preset-Format Parameter aufweisen, die in der alten Version nicht vorhanden waren, so werden diese konvertiert oder auf Default-Werte gesetzt, die, soweit möglich, dem Verhalten der alten Software entsprechen. Trotz aller Automatismen empfiehlt sich aber eine sorgfältige Überprüfung der so konvertierten Presets.

www.quantec.com/?id=faq017
Jan 2009

Kategorie: Total FAQ, Maintenance, Preset Management
Ansprechpartner: Gustl
Frage gestellt von: Bronstein
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018 Kann ich auch auf Hersteller-Presets einer anderen Bank zugreifen?

Kann ich auch auf Hersteller-Presets einer anderen Bank zugreifen?

Ja, aber nur wenn sie zuvor ins dortige Local-Archiv kopiert wurden.

www.quantec.com/?id=faq018
Jan 2009

Kategorie: Total FAQ, Preset Management
Ansprechpartner: Gustl
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019 Hilfe, der YARDSTICK passt nicht zwischen meine Rack-Schienen. Ist QUANTEC nicht in der Lage, sich an die 19"-Spezifikationen zu halten?

Hilfe, der Yardstick passt nicht zwischen meine Rack-Schienen. Ist QUANTEC nicht in der Lage, sich an die 19"-Spezifikationen zu halten?

Nach IEC60297 muss der lichte Abstand der 19" Rack-Schienen mindestens 450 mm betragen. Unsere Yardsticks haben maximal 448,2 mm - wo ist das Problem?

www.quantec.com/?id=faq019
Mar 2009 - aktualisiert Okt 2011

Kategorie: Total FAQ, Maintenance
Ansprechpartner: Wolf
Frage gestellt von: Stagetec ;-)
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020 Muss ich eine Bank löschen bevor ich ein neues Plug-in installiere?

Muss ich eine Bank löschen bevor ich ein neues Plug-in installiere?

Nein. Wird eine Bank aber nicht explizit gelöscht, dann bleiben das bisherige Setup und alle lokalen User-Presets des bisherigen Plug-ins in der Bank zurück. Beim Update auf eine aktuellere Version desselben Plug-ins ist es oft sinnvoll, die Bank nicht zu löschen. Das neue Plug-in versucht dann beim ersten Aufruf, die alten Daten zu übernehmen, und in Zukunft auf dieses Erbe aufzusetzen. Installiert man, aus welchen Gründen auch immer, eine ältere Version, dann sollte man die Bank vorher immer löschen!

www.quantec.com/?id=faq020
Aug 2009

Kategorie: Total FAQ, Maintenance, Preset Management
Ansprechpartner: Gustl
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021 Kann ich meinen Yardstick auch von mehreren Stellen aus bedienen?

Kann ich meinen Yardstick auch von mehreren Stellen aus bedienen?

Sie können den Yardstick gleichzeitig an der Frontplatte als auch über Browser bedienen. Es macht beispielsweise Sinn, die Auswahl eines Parameters über Browser, dessen Veränderung aber über das Frontplatten-Drehrad einzustellen. Oder ein Preset-Archiv per Browser auszuwählen, von Preset zu Preset aber mit dem Drehrad zu wechseln.

Die einzig kritische Funktion ist die Bargraph-Anzeige. Die funktioniert nur an der Frontplatte und bei einem Browser gleichzeitig. Wollen Sie mehrere Browser-Fenster an verschiedenen PCs auf dasselbe Gerät öffnen, dann würde dies, beim jetzigen Entwicklungsstand, die Bargraphs verwirren.

www.quantec.com/?id=faq021
Sep 2009

Kategorie: Total FAQ, Maintenance, Operation
Ansprechpartner: Gustl
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022 In der Filmsynchronisation brauche ich beim Szenenwechsel in der Regel ein Bildschnitt-genaues Umschalten der Raumakustik. Dabei stoße ich beim Yardstick auf 2 Probleme: 1. Beim Durchdrehen der Preset-Auswahl dauert es 2-3 sec ...

In der Filmsynchronisation brauche ich beim Szenenwechsel in der Regel ein Bildschnitt-genaues Umschalten der Raumakustik. Dabei stoße ich beim Yardstick auf 2 Probleme:
 
1. Beim Durchdrehen der Preset-Auswahl dauert es 2-3 sec, bis der Preset geladen und hörbar wird ("Selecting, Initializing...").
 
2. Sind alter und neuer Preset in der Bibliothek weit voneinander weg, dann besteht die Gefahr, dass Presets auf dem Weg dorthin kurzzeitig hörbar werden.
 
Gibt es da eine bessere Methode?

Am einfachsten laden Sie alte und neue Raumsituation in Scratch A und B. Im Moment des Szenenwechsels drücken Sie einfach die A/B-Taste.

Und wie lange dauert das?

Beim Umschalten zwischen kleinen Räumen bleibt nur noch die Lücke für das gewollte Ab- und Wiederaufblenden. Je größer die Raumgröße, umso länger dauert der Übergang, was aber wider Erwarten durchaus organisch klingt. In Zahlen ausgedrückt: 1E0=>5ms, 1E1=>15ms, 1E2=>40ms bis hinauf zu 1E6=>knapp 1sec (es gilt immer die Raumgröße, auf die hin geschaltet wird).

Und wenn ich mehrere Szenenwechsel in rascher Folge bearbeiten muss?

Gehen Sie im Setup in den Menüpunkt Preset Load (z.Zt. Handbuch 3.1 - Seite 100) und stellen Sie Enter ein. Im Modus Enter wird der Preset nicht nach Abwarten des Stillstands des Drehrades, sondern erst per ENTER-Taste mit den oben angegebenen Ladezeiten quasi auf Knopfdruck geladen. Es hat sich bewährt, die für eine Szenenfolge benötigten Raumsituationen in den User-Bereich auf benachbarte Preset-Slots zu kopieren, und dann von dort sequenziell aufzurufen.

www.quantec.com/?id=faq022
Dez 2009

Kategorie: Total FAQ, Preset Management, Operation
Ansprechpartner: Wolf
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023 Bei den Wettbewerbsprodukten finde ich stets jede Menge verschiedener Algorithmen: Room, Hall, Plate, Space - eben alles was ich in der Praxis so brauche. Soweit ich verstehe, gibt es beim Yardstick nur einen einzigen Algorithmus ...

Bei den Wettbewerbsprodukten finde ich stets jede Menge verschiedener Algorithmen: Room, Hall, Plate, Space - eben alles was ich in der Praxis so brauche. Soweit ich verstehe, gibt es beim Yardstick nur einen einzigen Algorithmus. Ist das nicht ein wenig schmalspurig?

Keinesfalls. Zwar bietet der Yardstick nur den einen QRS-Algorithmus, doch der hat's in sich. Die Vielseitigkeit des QRS-Raummodells steckt in dessen Parametrisierung. Einfach durch gezielte Abstimmung der verschiedenen Parameter ist alles drin, vom Brotkasten bis zu gigantischen Kirchen mit mehreren Längs- und Querschiffen. Anstatt wie bei den Wettbewerbern jeweils einen eigenen, für das jeweilige Klangmaterial (z.B. Voice, Guitar, Drums) optimierten Hall einzustellen, definieren Sie beim QRS-Algorithmus - unabhängig von der Bauart der Instrumente - den Raum, in dem das Schallereignis virtuell stattfinden soll.

Wenn ich den gesamten Mix durch einen Hall, oder Ihretwegen Raum, schicke, dann gehen doch Transparenz und Silbenverständlichkeit völlig verloren.

Bei Hall ja - nicht aber bei der QUANTEC-Raumsimulation. Der QRS-Algorithmus dosiert den Hallanteil individuell für jedes Instrument und dessen momentane Spielweise passend - vollautomatisch, ohne weiteres Zutun. Genau wie ein realer Raum, der auch nicht auf ein bestimmtes Instrument zugeschnitten werden muss. Der Trick liegt in der exakten Simulation der im Raum wirkenden physikalischen Gesetze. Konkret geht es hier um den Anhall, also das allmähliche Aufbrausen des Raumes. Je länger ein Ton gehalten wird, umso weiter klettert er die Anhallrampe hoch, und umso lauter kippt er in den Aushall. Mit diesem Startrampentrick hallen kurze Töne leise, lange Töne laut - ganz von selbst. Und was auch ganz wichtig ist: jeder individuell, also ohne gegenseitige Beeinflussung der Hüllkurven. (»Hallelujah-Diagramme« - Links siehe unten).

Werden nun, um ein extremes Beispiel zu konstruieren, eine Flöte und eine Sprechstimme gleichzeitig in den Raum eingespielt, dann "irrlichtern" schmalbandige, langgezogene Flötentöne wesentlich lauter, eindringlicher, und länger wahrnehmbar durch den Raum, während die kurzen, breitbandigen Transienten der Sprechkonsonanten die Raumantwort nur mal leicht antippen. Um die Tragweite dieses Ansatzes letztlich noch anschaulicher zu machen, wollen wir jetzt die Rollen einfach mal vertauschen. Sechzehntelläufe der Flöte tippen den Raum nur an und hallen leise, während die Gesangstöne eines langgezogenen "Om/Aum" den Hallanteil sehr laut aufbrausen lassen. Dies ist einer der Schlüssel, weshalb beim QUANTEC-Ansatz die Transparenz so eindrucksvoll erhalten bleibt.

Um wieder auf Ihre Frage zurückzukommen: beim QRS genügt deshalb ein einziger Algorithmus, weil dieser, in ein und derselben Einstellung, alles gleichzeitig "richtig" macht. Bei mehreren spezialisierten Algorithmen brauchen Sie mehrere Hallgeräte, für jede Instrumentengruppe eines, und Sie werden manchmal stundenlang an den verschiedenen Hallgeräten herum kurbeln müssen, bis alles einigermaßen akzeptabel aufeinander abgestimmt ist.

Extrabonus bei QUANTEC: die verschiedenen Instrumente spielen stets zusammen im selben Raum, und nicht nebeneinander in verschiedenen Räumen.

www.quantec.com/?id=faq023
Dez 2009

Kategorie: Total FAQ, Presales, Tonmeister, Room Simulation
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024 Bei den Wettbewerbsprodukten finde ich stets jede Menge einstellbarer Erstreflexionen; beim Yardstick nur zwei. Gehen QUANTEC die Reflexionen aus?

Bei den Wettbewerbsprodukten finde ich stets jede Menge einstellbarer Erstreflexionen; beim Yardstick nur zwei. Gehen QUANTEC die Reflexionen aus?

Weniger ist oft mehr, besonders an dieser Stelle. QUANTEC hat schon früh erkannt, dass beim natürlichen Raum jede Erstreflexion aus derselben Struktur kommen muss wie die Hallfahne. Im einfachsten Fall besteht diese Struktur aus den sechs Grenzflächen links, rechts, vorne, hinten, oben, unten. Vom Tonmeister wahlfrei einstellbare Frühreflexionen, die, der Wahlfreiheit sei's geschuldet, dann nicht mehr von den Strukturen für die Spätreflexionen passend mit erzeugt werden können, würden einem stimmigen Klangbild mehr schaden als nützen. Schon aus rein physikalischen Gründen können separat erzeugte Echomuster niemals nahtlos mit der darauffolgenden Raumantwort verschmelzen - Brüche und Nebenwirkungen sind da unvermeidbar. Wie sagte vor Jahren eine Sängerin so treffend: »Bei diesem Gerät habe ich das erste Mal den Eindruck, dass da nichts störendes mehr zwischen meiner Stimme und dem Raum steht.«

Was genau machen die etablierten Wettbewerber in den Augen/Ohren von QUANTEC denn falsch?

Um mit der Rechenzeit zu haushalten, also die DSP-Komplexität zu minimieren, spalten die meisten Algorithmen der Wettbewerber die Raumantwort in zwei Teilalgorithmen auf:

  1. Eine Delayline mit mehreren bis vielen Anzapfungen, die, unabhängig vom zugespielten Material, das immer gleiche markante Erstreflexionsmuster "abspult". Der Ansatz folgt einem Raytracing-Modell, bei dem einige frühe Reflexionen ("Erstechos") aus den geometrischen Gegebenheiten des Raumes abgeleitet werden. Die zeitliche und panoramamäßige Verteilung der Delayline-Echos soll so den gewünschten Raum charakterisieren.
  2. Ein anschließendes, durch passend dosiertes Predelay vom Direktsignal entkoppeltes Kontinuum von möglichst hoher Dichte, bei dem das Raumverhalten bezüglich Raumgröße, individueller Rückwürfe und Raumresonanzen angeblich komplett ignoriert werden kann. Was wir absolut deplatziert finden: es gilt als in höchstem Maße erstrebenswert, dieses Kontinuum durch maßloses Steigern der Anzahl der Rückwürfe möglichst dicht zu bekommen. Dies bedeutet nichts anderes als, so weit es die DSP-Ressourcen hergeben, sich dem musikalisch "toten" Weißen Rauschen anzunähern - für jeden Raumtypus, für jede Raumgröße.

 

Für QUANTEC folgt daraus: ein immerfort abgespultes Muster nervt über kurz oder lang. So etwas kennt man von billigen Lautsprechern, die ihr Einschwingmuster bei jedem zugeführten Transient ebenfalls ständig wiederholen. Und zweitens: das nicht exakt zum Raum passende "akustische Störfeuer" würde das gerade beim QRS-Algorithmus so eindrucksvoll funktionierende Zusammenspiel zwischen Tondauer und Hallpegel völlig durcheinander werfen. Folge: der QRS-Algorithmus würde zwar weiterhin sauberen Hall liefern; seine legendäre Transparenz aber wäre dahin.

Und weshalb gibt es dann doch zwei einstellbare Erstreflexionen?

Das oben skizzierte gilt in erster Linie für musikalisch hochwertige Räume. Für Dialoge in Film und Hörspiel gelten andere Maßstäbe. Dort werden "mit grobem Pinsel" gezeichnete, immer wiederkehrende Standardakustiken benötigt. Dies sind meist kleinere, "unmusikalische" Räume mit ausgeprägten Grenzflächen im Nahfeld, wie z.B. ein Korridor, ein Auto, oder ein Treppenhaus. In solchen Nahfeld-Simulationen ist die Hallfahne meist zweitrangig, und der Schwerpunkt der Simulation verschiebt sich in der Tat zu den Erstreflexionen hin. Dort, und nur dort, macht je eine charakteristische Erstreflexion für links und rechts Sinn.

www.quantec.com/?id=faq024
Dez 2009

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025 QUANTEC kokettiert seit Jahr und Tag beharrlich mit einem, im Vergleich zum Wettbewerb, sehr eigenwilligen Ansatz. Ein derart esoterisch einher stolzierendes Konzept scheint mir ziemlich ...

QUANTEC kokettiert seit Jahr und Tag beharrlich mit einem, im Vergleich zum Wettbewerb, sehr eigenwilligen Ansatz. Ein derart esoterisch einher stolzierendes Konzept scheint mir ziemlich unseriös, weil damit suggeriert wird, dass für QUANTEC andere Naturgesetze gelten als für den Rest des Universums. Ist das nicht alles bloßes Marketing-Wischiwaschi?

Selbstverständlich bewegt sich QUANTEC im Rahmen der geltenden Naturgesetze. Gravierender Unterschied und Alleinstellungsmerkmal ist aber, dass wir uns den raumakustischen Phänomenen über Mechanismen und Modelle nähern, die sich durch die Luftfüllung des Raumes charakterisieren. Also mit Fokus auf das Transportmedium der Schallenergie, und die im Raum verstreuten frequenzselektiven Resonatoren. Und eben nicht wie der Wettbewerb über per Raytracing gewonnene Delayline-Patterns. Ein ähnlicher Vergleich wäre die schwingende Luftsäule in einem Blasinstrument, und auf der anderen Seite der dazugehörige Instrumentenkorpus aus Holz oder Blech.

Immer noch unseriös, denn das Resonanzverhalten in der Frequenzdomäne lässt sich mittels Fourier-Transformation durch Impulsantworten in der Zeitdomäne abbilden, und umgekehrt. Im Klartext: beide Ansätze führen zu absolut identischen Ergebnissen; sie sind Vorder- und Rückseite derselben Medaille.

Ihre Aussage gilt nur für den Fall unlimitierter Ressourcen, hier also grenzenloser DSP-Power. Muss man dagegen mit der DSP-Power strikt haushalten, weil man davon vielleicht nur 1% im Vergleich zu einem realen Raum hat, dann sollte man sich gut überlegen, an welchen Stellen die knappen Ressourcen sinnvoll investiert sind, und wo überflüssiger Schnickschnack ohnehin ungehört verpuffen ("verhallen") würde. Die Frage ist doch vielmehr: was darf ich ungestraft weglassen, und welcher der beiden konträren Ansätze bringt mich schneller und unkomplizierter zu musikästhetisch zufriedenstellenden Ergebnissen.

QUANTEC behauptet also, mit seinem Resonanzansatz mehr nützliches aus begrenzten Ressourcen herausholen zu können als die anderen. Also quasi die besseren 1% herauszufischen, nur diese zu simulieren, und damit das Gehör musikästhetisch anspruchsvoller zu täuschen als der Wettbewerb.

Genau. Wenn man sich der Raumakustik über die Frequenzdomäne, und nicht über das geometrische Verhalten annähert, dann verschiebt sich die Relevanz der verschiedenen physikalischen Phänomene, deren Simulation für eine bestimmte angestrebte Raumakustik unverzichtbar sind. Was QUANTEC a priori anstrebt sind musikalisch hochwertige Räume. QUANTEC hat vor mittlerweile gut 30 Jahren als erster erkannt, dass der Königsweg bei der Simulation musikalischer Räume in der Modellierung des Ein- und Ausschwingens von Resonatoren liegt. Wer dagegen Raumgrenzflächen katalogisiert, und daraus per Raytracing Delaylines ableitet, der verzettelt sich mit seiner begrenzten DSP-Leistung auf musikästhetisch irrelevanten Nebenschauplätzen.

www.quantec.com/?id=faq025
Dez 2009

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026 Mein Hallgerät hat 4 Algorithmen - weshalb finde ich beim Yardstick nur einen?

Mein Hallgerät hat 4 Algorithmen - weshalb finde ich beim Yardstick nur einen?

Meine China-Gitarre vom Baumarkt hat 4 Tonabnehmer - weshalb finde ich bei der Ovation nur einen?

www.quantec.com/?id=faq026
Dez 2009

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027 Weshalb liegen die Yardsticks preislich über dem Wettbewerb?

Weshalb liegen die Yardsticks preislich über dem Wettbewerb?

Diese Frage beantwortet sich mit dem ersten Hörtest; einfach mal rein hören.

www.quantec.com/?id=faq027
Dez 2009

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028 Bei den meisten Wettbewerbsprodukten finde ich den Parameter Modulation. Hat QUANTEC die Notwendigkeit dieses Parameters geflissentlich übersehen?

Bei den meisten Wettbewerbsprodukten finde ich den Parameter Modulation. Hat QUANTEC die Notwendigkeit dieses Parameters geflissentlich übersehen?

Ja, denn Modulation ist für die Raumsimulation schlichtweg bedeutungslos.

Wenn ich keine Random-Modulation habe, dann klingen doch alle Hallfahnen gleich.

Beim Hall ja. Nicht aber bei der QUANTEC-Raumsimulation. Das Problem unserer Wettbewerber ist folgendes: vor die eigentliche Hallfahne wird dort ein Cluster aus sogenannten Erstreflexionen gesetzt, der nach einem Raytracing-Verfahren den Raum charakterisieren soll. Leider hat ein solcher Delay-Cluster den Nachteil, dass bei jedem zugespielten Transient dieselbe Impulsantwort abgespult wird. An diesem "Reibelaut", der z.B. bei einem Sprecher aus allen Plosiven wie p, t, k heraus sticht, hört man sich naheliegenderweise ziemlich schnell satt, und es wird langweilig bis nervig. So ähnlich wie ein billiger Lautsprecher, der bei scharfen Transienten nicht mithalten kann, und deshalb an allen kritischen Stellen immer und immer wieder sein charakteristisches Einschwingmuster abspielt: kprwt, kprwt, kprwt.

Dieses Problem umgehen unsere Wettbewerber, indem sie die Erstreflexions-Abgriffe aus den Delaylines ständig leicht bewegen. Ziel ist, dass sich der Reibelaut in kurzer Zeit soweit mutiert, dass das Gehör nachfolgende Transienten nicht mehr mit vorhergehenden assoziieren kann. Im Prinzip scheint das Problem damit gelöst, aber leider hat dieser Trick schwerwiegende Nebenwirkungen durch den zwangsläufig auftretenden Dopplereffekt. Die durch die Bewegung der Delayline-Abgriffe entstehenden Frequenzschwankungen verstimmen das zugeführte Signal. Der Hall klingt nach Chorus - er jault, und ist daher nicht mehr "klavierfest".

So ein Chorushall klingt aber doch z.B. bei einem Gitarrensolo wunderschön.

Als kreatives Gestaltungsmittel hat ein Chorushall sicherlich seine Berechtigung. Im natürlichen Raum aber kommt Frequenzmodulation nicht vor, und deshalb gibt es diesen Parameter bei der Raumsimulation nicht.

Mooo-ment! - Es gibt von David Griesinger (»Lexicon«) einen Artikel, in dem er nachweist, dass leichte Frequenzschwankungen aufgrund der in größeren Räumen stets vorhandenen Luftströmungen durchaus messbar sind.

Sicherlich äußerst spannende Lektüre für Heizungs- und Klimatechniker. Aber wo bleibt der musikästhetische Nutzen? - Zeigen Sie mir einen Dirigenten oder Chorleiter, der vor dem Konzert erst mal zum Hausmeister pilgert und ihn bittet, Heizung oder Lüftung aufzudrehen - damit der Raum schöner klingt!

Irgendwie gaga, nicht wahr?

Und mit welchem Trick arbeitet QUANTEC, um die unerwünschten Regelmäßigkeiten im Algorithmus zu unterdrücken?

Mit gar keinem Trick. Bei der Raumsimulation tritt dieses Problem erst gar nicht auf, weil wir keine separaten Erstreflexionen zusetzen. Wie an anderer Stelle dokumentiert, hängen bei uns Lautstärke und Charakter jeder Hallfahne Ton für Ton von der Spieldauer des Stimulus ab. Dazu mischt sich die Vorgeschichte, also längere Töne, die kurz zuvor gespielt wurden, und deren Hallfahnen daher lauter im Mix stehen. Abhängig von den individuellen Tondauern ist es also durchaus möglich, dass zu verschiedenen Zeitpunkten gespielte Töne mit synchronen Hallfahnen verklingen (»Hallelujah-Diagramme« - Links siehe unten).

Die individuelle Komposition der einzelnen Hallfahnen bezüglich Tondauer und Vorgeschichte führt zu ständig sich ändernden Interferenzen untereinander. Also sich permanent ändernde frequenzabhängige Betonungen und Auslöschungen zwischen den Hallfahnen, die sehr lebendig und musikalisch klingen. Diese Interferenzen sorgen gleichfalls für eine vom Gehör nicht mehr erkennbare Regellosigkeit. Nur eben ohne den lästigen Dopplereffekt, der, falls zu spät erkannt, für böse Überraschungen bei der späteren Nachbearbeitung des Materials sorgen kann.

www.quantec.com/?id=faq028
Dez 2009

Kategorie: Total FAQ, Presales, Tonmeister, Room Simulation
Ansprechpartner: Wolf
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029 Wie setze ich den Yardstick im Rahmen einer 5.1- oder 7.1-Produktion ein? - Teil 1 - Originalaufnahme

Wie setze ich den Yardstick im Rahmen einer 5.1- oder 7.1-Produktion ein? - Teil 1 - Originalaufnahme

Ähnlich wie Ihr Mischpult hat der Yardstick mit einer Kodierung im Sinne von x.1 zunächst nichts zu tun. Er setzt auf die unkodierte Rohversion des Klangmaterials auf. Das Echo Send erfolgt wie gewohnt aus dem Mischpult heraus; das Echo Return wird zusammen mit den Direktsignalen erst in einem nachfolgenden Bearbeitungsschritt auf x.1 kodiert.

Ich muss aber doch jederzeit damit rechnen, dass auf den Zuspielkanälen ("Echo Send") gewisse Instrumente mit verschiedener Phasenlage daherkommen. Wenn beispielsweise die Mikrofone für die Violinen die dahinter spielenden Celli mithören, dann kommen die Celli auf mehreren Kanälen an. Werden solche Kanäle für den Echo Send-Pfad zusammengemischt, dann habe ich Auslöschungen im Hall.

Verzichten Sie auf die Vorabmischung; nutzen Sie alle 8 Echo-Sendewege! - Glücklicherweise besitzt der Yardstick 2498 eine außergewöhnliche Eigenschaft: die bis zu 8 Zuspielkanäle in den simulierten Raum verhalten sich völlig phasenneutral. Mit anderen Worten: würde bei einer Zuspielung die Polarität eines der Eingangssignale vertauscht, dann tritt trotzdem keine hörbare Klangänderung auf.

Fazit: auf die von Ihnen befürchteten Auslöschungen wäre allenfalls beim kleinen Surround-Yardstick 2496 mit seinen 2 Eingängen Rücksicht zu nehmen. Beim großen Surround-Yardstick 2498 mit seinen 8 Eingangskanälen treten solche Auslöschungen gar nicht erst auf.

Tipp: Wird bei einer Surround-Produktion ohnehin eine Stereoversion mitgezogen, dann sollten Auslöschprobleme aller Art dort bereits gelöst sein - auch ohne Yardstick. Eine solch kontrolliert mitgezogener Stereo-Downmix eignet sich in einer 5.1-Surroundproduktion ideal als Echo Send für den mit nur 2 Ein- und 6 Ausgangskanälen ausgestatteten kleinen Surround-Yardstick 2496.

www.quantec.com/?id=faq029
Dez 2009

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030 Wie setze ich den Yardstick im Rahmen einer 5.1- oder 7.1-Produktion ein? - Teil 2 - Nachbearbeitung?

Wie setze ich den Yardstick im Rahmen einer 5.1- oder 7.1-Produktion ein? - Teil 2 - Nachbearbeitung?

Fertige x.1-Produktionen, die nachträglich verhallt werden sollen, müssen zunächst dekodiert, also ausgepackt werden, bevor sie dann über Echo Send dem simulierten Raum zugeführt werden. Glücklicherweise besitzt der Yardstick 2498 eine außergewöhnliche Eigenschaft: die bis zu 8 Zuspielkanäle in den simulierten Raum verhalten sich völlig phasenneutral. Mit anderen Worten: würde bei einer Zuspielung die Polarität eines der Eingangssignale vertauscht, dann tritt trotzdem keine hörbare Klangänderung auf.

Diesen Vorteil machen wir uns zunutze, indem wir jeden Einzelkanal der zu verhallenden 5.1- oder 7.1-Produktion jeweils einem der 8 virtuellen Zuspiellautsprecher zuordnen. Und zwar nicht nur die 5 oder 7 Satellitenkanäle, sondern alle 6 oder 8. Egal wie die Phasenlagen auf den 6 oder 8 Kanälen daherkommen - besonders heikel wäre nicht zuletzt die Übergangsfrequenz zwischen Subwoofer und Satelliten - es wird keinerlei unerwünschte Auslöschungen im Hall geben.

www.quantec.com/?id=faq030
Dez 2009

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031 Wie setze ich den Yardstick im Rahmen einer 5.1- oder 7.1-Produktion ein? - Teil 3 - Stereo-auf-Surround

Wie setze ich den Yardstick im Rahmen einer 5.1- oder 7.1-Produktion ein? - Teil 3 - Stereo-auf-Surround

Hier macht man sich die Eigenschaft des QRS-Algorithmus zunutze, dass der hinzugefügte, simulierte Raum hervorragend mit einem bereits auf der Aufnahme befindlichen Hall oder Raum verschmelzen wird. Anders als bei den Hallgeräten des Wettbewerbs verschlechtert sich die Transparenz der Aufnahme durch eine solche Doppelverhallung nicht, oder nur marginal.

Für diese Aufgabenstellung sind die Yardsticks 2496 und 2498 gleichermaßen geeignet. Um beim 2498 die ansonsten brach liegenden DSP-Ressourcen der Eingangskanäle 3 bis 8 mit zu nutzen, betreiben Sie den 2498 bitte im hierfür optimierten 2->8 Modus (statt 8->8).

www.quantec.com/?id=faq031
Dez 2009

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032 In Internet-Foren liest man immer wieder, dass 'der QUANTEC' ein herausragender Haupthall sei. Was ist eigentlich ein Haupthall?

In Internet-Foren liest man immer wieder, dass 'der QUANTEC' ein herausragender Haupthall sei. Was ist eigentlich ein Haupthall?

In vielen Produktionen werden mehrere Hallgeräte und Hall-Plug-ins eingesetzt, die jeweils für eine bestimmte Instrumentengruppe optimal eingestellt werden. Optimal eingestellt deswegen, weil nieder- bis mittelpreisige Hallalgorithmen meist nur in einem begrenzten Einsatzbereich zufriedenstellend arbeiten, also nur Stimmen oder nur Soloinstrumente oder nur Perkussion artefaktfrei verarbeiten können. Im Umkehrschluss ist also zu befürchten, dass bei jeder falschen Instrumentengruppe inakzeptable Nebenwirkungen auftreten. Aufgrund dieses ständigen den Instrumenten hinterherrennen müssen ist eine Automation hier unverzichtbar.

Die durch diesen Ansatz zunächst in verschiedenen Räumen spielenden Musiker müssen letztendlich mit dem Haupthall, einem besonders hochwertigen Hallgerät, wieder in einen Raum zusammengefasst werden. Problem dabei ist, dass dieser Haupthall in der Regel die Transparenz des Gesamtklangbilds erheblich beeinträchtigt, und daher nur zögerlich eingesetzt wird.

Wird an dieser kritischen Stelle QUANTEC-Raumsimulation eingesetzt, dann erfüllt ein solcher Haupthall allerhöchste Ansprüche. Die meisten Presets der QUANTEC Music-Library verarbeiten alle Instumentengruppen gleichzeitig makellos - also den kompletten Mix. Nebenwirkungen wie Verfärbungen, Rasseln, Intransparenz oder Matschigkeit treten bei einem Haupthall auf Basis des QUANTEC-Raumsimulations-Algorithmus schlichtweg nicht auf.

Eine weitere Eigenheit des Haupthalls besteht darin, dass dieser quasi ständig mitläuft, dessen Einstellung also vergleichsweise selten modifiziert wird. Ähnlich wie bei Abhörlautsprechern relativiert sich so die Forderung nach Automation. Dies erklärt, weshalb selbst die allererste Raumsimulator-Generation von 1982 trotz fehlender Automation noch heute weltweit im täglichen Einsatz ist.

www.quantec.com/?id=faq032
Jan 2010

Kategorie: Total FAQ, Presales, Tonmeister, Room Simulation
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Frage gestellt von: Almuth
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033 Wenn beim 2496 und 2498 nur ein Teil der Ausgänge gebraucht wird, was mache ich dann mit den unbenutzten?

Wenn beim 2496 und 2498 nur ein Teil der Ausgänge gebraucht wird, was mache ich dann mit den unbenutzten?

Einfach ignorieren und unbeschaltet lassen. Vermeiden Sie bitte, übrig gebliebene Ausgänge mit anderen zu mischen. Aufgrund der verwendeten Ausgangsmatrix mit 50% Korrelation würden dann genau 50% der Rückwürfe ausgelöscht, was außer einem dünneren Hall auch einen Pegelabfall um 3dB bewirken würde. Andererseits ist beim Zusammenmischen von L und R eines Stereokanalpaars genau diese Auslöschung nützlich, da die Monomischung dann weniger Diffusanteil aufweist.

www.quantec.com/?id=faq033
Jan 2010

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034 Wenn beim 2498 nur ein Teil der Eingänge gebraucht wird, was mache ich dann mit den unbenutzten?

Wenn beim 2498 nur ein Teil der Eingänge gebraucht wird, was mache ich dann mit den unbenutzten?

Anders als bei den Ausgängen sollten Sie mit Ihrem nicht-achtkanaligen Eingangssignal möglichst alle Eingangspaare parallel treiben. Jedes Eingangskanalpaar ist verantwortlich für 25% der Gesamtzahl der im Raum generierten Raummoden und Rückwürfe. Werden ein oder mehrere Eingänge nicht genutzt, dann wäre der Hall unnötig dünn und auch etwas leiser.

Man könnte auch sagen, jedes Eingangspaar eines QRS COMPLEX Plug-ins verhält sich wie ein QRS SIMPLE Plug-in. Erst mit dem  Zusammenwirken aller Eingänge stellt sich der wunderbare Klang von COMPLEX dann wieder ein.

Bei Stereospeisung empfiehlt es sich, das Audiosignal dem XLR-Eingang zuzuführen. Neben der damit einhergehenden Verteilung auf alle 8 virtuellen Lautsprecher werden so auch die Pegel korrekt angepasst.

www.quantec.com/?id=faq034
Jan 2010

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035 Wo genau liegt eigentlich die untere Eckfrequenz einer Raumsimulation?

Wo genau liegt eigentlich die untere Eckfrequenz einer Raumsimulation?

Dazu muss man wissen, dass ein Raum nur auf jenen Frequenzen (»Spektrallinien«) Hall erzeugen kann, auf denen auch Raumresonanzen (»Moden«) verfügbar sind. In den Lücken dazwischen gibt es keinen Hall. Bei der unteren Eckfrequenz geht es im Prinzip um die tiefste 'stehende Welle', die sich in einem gegebenen Raum noch ausbilden kann. Dies hängt sehr stark von der Raumgröße ab, und liegt bei großen Räumen im einstelligen Hz-Bereich, während sich bei Kisten und Schränken Raumresonanzen erst ab einigen hundert Hz ausbilden können. Bei DC, was einem konstanten Luftdruck entspricht, haben alle QUANTEC-Raumsimulationen im Normalfall eine Nullstelle - DC-Anteile werden also ignoriert.

Für all jene Anwender, die ihre Supernova mal so richtig krachen lassen wollen, gibt es - gut im Effect Setup versteckt - noch ein ganz besonderes Schmankerl. Mit dem Schalter Subsonic wird die Nullstelle bei DC in einen Pol umdefiniert. In der Natur würde dies bedeuten, dass bei einem gegebenen Luftdruck im Raum dieser im Verlauf einiger Minuten immer mehr ansteigen würde, bis der Raum schließlich platzt und einstürzt. In der Simulation würde ein DC-Offset immer mehr ansteigen, bis schließlich der Vollpegel durchschritten, und in die ausgangsseitige Übersteuerung gefahren wird. Anders gesagt: in der Einstellung Subsonic wird der Energieerhaltungssatz ausgehebelt. Hilfreich ist, dass die AES/EBU-Schnittstelle, anders als analoge AD/DA-Konverter, auch DC uneingeschränkt überträgt.

Der Clou liegt also darin, dass bei 0Hz jetzt ein Pol (»Resonanz«) statt einer Null (»Auslöschung«) auftritt. Dies führt dazu, dass es bei der Raumsimulation keine untere Eckfrequenz mehr gibt. Damit hallt und wummert es auch unterhalb von 1Hz noch kräftig, was nichts anderes bedeutet als ein handfestes Erdbeben. Wie geschaffen also für die Addicts von D-BOX motion code und Action Seats.

www.quantec.com/?id=faq035
Jan 2010

Kategorie: Total FAQ, Tonmeister, Room Simulation, Operation
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036 Es wird mehrfach darauf hingewiesen, dass beim 2498 die Phasenlage der 8 Zuspielkanäle irrelevant sei. Kann denn so etwas, schon rein theoretisch, überhaupt funktionieren?

Es wird mehrfach darauf hingewiesen, dass beim 2498 die Phasenlage der 8 Zuspielkanäle irrelevant sei. Kann denn so etwas, schon rein theoretisch, überhaupt funktionieren?

Akustische Quantenmechanik.

Wie bitte?

Heisenbergsche Unschärferelation.

Waren wir nicht eben noch in der Tontechnik...

Der Einfachheit halber nenne ich es "QUANTECphysik". Damit meine ich Phänomene, die immer dann relevant werden, wenn die Frequenzauflösung eines akustischen Phänomens feiner ist als die Frequenzauflösung des Gehörs. Bei der Raumsimulation haben wir einen solchen Fall, insbesondere bei großen Räumen, wo die Raummoden ("Raumresonanzen", "Spektrallinien", "stehende Wellen") oft weniger als 0,1Hz voneinander entfernt liegen. Wenn man nun davon ausgeht, dass sich sowohl Phasen- als auch Amplitudenverhalten von Linie zu Linie drastisch ändern (40dB sind nicht ungewöhnlich), dann kann man, punktuell betrachtet, eigentlich nur noch von wilden, völlig regellosen Zufallszerklüftungen sprechen. Um überhaupt Zahlenwerte ermitteln zu können, bleibt nur noch die Möglichkeit einer statistischen physikalischen Definition des Raumes. Also z.B. mit Terzrauschen statt Sinustönen, und schon ist der Frequenzgang sauber und glatt.

Bei einer Anregung durch Gesangsstimme oder Musikinstrument kann man, anders als bei einem quarzstabilisierten Sinusgenerator, von einer gewissen Breite der Spektrallinien (»Glockenkurven«) ausgehen, so dass stets eine ganze Reihe von benachbarten Raummoden gleichzeitig angeregt wird. Die genauen "Treffer" ändern sich währenddessen kontinuierlich, da der gestrichene oder geblasene Instrumententon fortgesetzten Frequenzschwankungen unterworfen ist.

Kleiner Exkurs: stellen Sie sich vor, Sie hätten zwei nicht korrelierte baugleiche Rauschgeneratoren. Wenn Sie beide zusammenmischen, dann nimmt das ausgangsseitige Rauschsignal um 3dB zu. Was hören Sie eigentlich, wenn Sie dann bei Generator A oder B (oder beiden) die 180°-Taste aktivieren? - Keinen Unterschied - es klingt exakt gleich!

Und genau hierin liegt der Trick mit der Phasentoleranz bei mehrfachen Zuspielwegen. Anstatt die 8 Zuspielwege vor dem Hallraum additiv zu mischen, werden sie ungemischt dem Raum zugeführt. Erst im Raum selbst regen die verschiedenen Eingangssignale jeweils individuelle und im Detail nicht vorhersehbare Raummoden an. Wer letztendlich auf welche Moden an welcher Stelle des Raumes trifft ist nur statistisch erfassbar. Und daher unabhängig von imaginären (180° oder was auch immer) Tasten an den Eingängen.

www.quantec.com/?id=faq036
Jan 2010

Kategorie: Total FAQ, Tonmeister, Room Simulation
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037 Alle Yardstick Ein- und Ausgänge sind AES/EBU. Bedeutet dies, dass ich den Yardstick in einer S/PDIF-Umgebung nicht einsetzen kann?

Alle Yardstick Ein- und Ausgänge sind AES/EBU. Bedeutet dies, dass ich den Yardstick in einer S/PDIF-Umgebung nicht einsetzen kann?

Keinesfalls.

Die S/PDIF Channel Status Bits werden korrekt erkannt. Da die meisten Soundkarten aber bei Abtastraten über x1 falsche Werte melden, gibt es wahlweise einen Rückfallmodus basierend auf einer internen Frequenzmessung.

Was Adapterkabel und Stecker angeht, gibt es im Gerätehandbuch ein S/PDIF-Kapitel mit den exakten Schaltplänen.

www.quantec.com/?id=faq037
Jan 2010

Kategorie: Total FAQ, Presales, Maintenance
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038 Anders als bei einem stark überschätzten Wettbewerbsprodukt steht der Chor hier mitten im Raum, nicht davor. Was macht QUANTEC besser als die anderen?

Anders als bei einem stark überschätzten Wettbewerbsprodukt steht der Chor hier mitten im Raum, nicht davor. Was macht QUANTEC besser als die anderen?

Betriebsgeheimnis!

Die Wahrheit ist heldenhafter als der Rummel  - viel Spaß mit QUANTEC!

www.quantec.com/?id=faq038
Jan 2010

Kategorie: Total FAQ, Presales, Tonmeister, Oddities
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Frage gestellt von: Luxembourg
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039 Worauf basiert die atemberaubende Transparenz der Quantec-Raumsimulation?

Worauf basiert die atemberaubende Transparenz der QUANTEC-Raumsimulation?

Psychoakustik - in diesem Fall der sogenannte Cocktailparty-Effekt.

Der was?

Der 1953 entdeckte Cocktailparty-Effekt, auch intelligentes oder selektives Hören, bezeichnet die Fähigkeit des menschlichen Gehörsinns, bei Anwesenheit mehrerer Schallquellen die Schallanteile einer bestimmten Schallquelle aus dem Gemenge herauszufiltern. Zum Beispiel ist das Gehör auf einer Cocktailparty, wo viele Gäste gleichzeitig sprechen, in der Lage, die Worte eines gewünschten Gesprächspartners zu verfolgen, die der anderen Gäste dagegen zu unterdrücken.


Photo: Henning Hraban Ramm  / pixelio.de

Wie ausgeprägt ist dieser Effekt?

Das Gehör erreicht im Rahmen dieser selektiven Wahrnehmung eine Störschallunterdrückung von 9 bis 15 dB, das heißt, die Schallquelle, auf die sich der Zuhörer konzentriert, wird subjektiv erheblich lauter wahrgenommen als gleich laute, störende Umgebungsgeräusche. Dies funktioniert selbst dann noch, wenn der Störpegel um die genannte Pegeldifferenz lauter ist als das Nutzsignal (»negativer S/N«). Ein in solcher Umgebung aufgestelltes Mikrofon dagegen scheint hauptsächlich die Störgeräusche aufzufangen und weiterzuleiten, weil die selektive Wahrnehmung entfällt.

Und wie hängt das jetzt mit der akustischen Transparenz eines Raumes zusammen?

Verblüffenderweise führt der Cocktailparty-Effekt nun auch dazu, dass Schallquellen in Räumen vom Gehör mit vergleichsweise wenig Räumlichkeitseindruck wahrgenommen werden: die Signale hören sich trocken und kaum verhallt an. Ein an derselben Stelle aufgestelltes Mikrofon dagegen liefert verwaschene und aufdringlich hallig klingende Signale.

Offenbar hat QUANTEC auch hier die Nase vorn...

Dies ist noch nicht mal unser Verdienst! - Überraschenderweise verhält sich eine perfekte Raumsimulation auch beim Cocktailparty-Effekt wiederum wie der natürliche Raum; liefert dem Gehör also gleichfalls die benötigten Schlüssel. Wenn, wie bei den Hallgeräten der Wettbewerber, diese Schlüssel fehlen, dann reagiert das Gehör analog zu dem erwähnten Mikrofon: es klingt unverständlich, matschig, und mit viel zu viel Hall.

www.quantec.com/?id=faq039
Feb 2010, aktualisiert Aug 2011, Nov 2011, Mar 2013

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040 Ich kann die Parameter nicht mit dem Mausrad einstellen. Mit nur einem Drehschritt springen die Schieber jeweils an den oberen oder unteren Anschlag.

Ich kann die Parameter nicht mit dem Mausrad einstellen. Mit nur einem Drehschritt springen die Schieber jeweils an den oberen oder unteren Anschlag.

Öffnen Sie die Maustreiber-Konfiguration. Im Reiter Rad der Mauseigenschaften ist sinngemäß folgende Option gesetzt: Per Mausradschritt eine Bildschirmseite weiterschalten. Die müssen Sie deaktivieren.

www.quantec.com/?id=faq040
Feb 2010

Kategorie: Total FAQ, Maintenance, Operation
Ansprechpartner: Gustl
Frage gestellt von: Wolf
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041 Zeichne ich von einer beliebig eingestellten QUANTEC-Raumsimulation die Impulsantwort auf, und schicke diese dann durch meinen Faltungshall, dann bleibt stets die Räumlichkeit komplett auf der Strecke. Ganz besonders vermisse ich ...

Zeichne ich von einer beliebig eingestellten QUANTEC-Raumsimulation die Impulsantwort auf, und schicke diese dann durch meinen Faltungshall, dann bleibt stets die Räumlichkeit komplett auf der Strecke. Ganz besonders vermisse ich, um mal eine Zahl zu nennen, die sagenhaften 20-50 Meter Raumtiefe der Sakralbauten. Einfach platt - in Luft aufgelöst. Mache ich etwas falsch, oder hat QUANTEC da einen cleveren Kopierschutz eingebaut?

Sie machen weder etwas falsch, noch greift ein Kopierschutz. Es geht eben nicht.

QUANTEC kann doch nicht behaupten, dass etablierte mathematische und physikalische Verfahren wie Faltung und Fourier-Transformation ausgerechnet bei der Raumsimulation versagen.

Hat auch keiner behauptet. Selbstverständlich funktioniert die Faltung - Sie hören ja astreinen Hall. Es fehlt lediglich dessen räumliche Tiefe, die durch Ihre Manipulation verschütt gegangen ist.

Stimmt, astrein isser. Und an welcher Stelle ist die Räumlichkeit auf der Strecke geblieben?

Ganz am Streckenanfang - direkt bei der Einspeisung.

Mal konkret: zuerst gebe ich einen Knack auf den linken Eingang und zeichne die Impulsantwort an beiden Ausgängen auf. Dann einen Knack auf den rechten Eingang, und wieder beide Ausgänge aufzeichnen. Was ist daran falsch?

Sie haben bislang lediglich zwei, nennen wir es mal "Labyrinthe", gesampelt: eines für 100% links und eines für 100% rechts. Wollen Sie denn mittig, halblinks, halbrechts und den ganzen Rest nicht auch sampeln?

Mooo-ment! - Ich habe zwei Labyrinthe - eines für links, eines für rechts. Wenn ich ein Mittensignal, also Mono, in beide Labyrinthe gleichzeitig einspeise, dann kommt am Ausgang natürlich die Summe beider Labyrinthe raus. Dies sollte doch im Prinzip für alle Panpot-Einstellungen gelten, oder?

Bei der Raumsimulation haben wir aber keine zwei Labyrinthe aus Delaylines, sondern hunderttausende im Raum verteilte Resonatoren. Aus dem Zusammenspiel aller Resonatoren - und nur daraus - entsteht die sagenhafte Räumlichkeit.

Speisen Sie testweise ein Sinussignal in feinsten Frequenzschritten (<<1Hz) ein, dann würde eine nicht vorhersehbare Untermenge dieser Resonatoren, abhängig von den momentanen Phasen- und Amplitudenverhältnissen an den beiden Eingängen, mehr oder weniger stark angeregt werden, während andere überhaupt nicht reagieren. Zudem ist nicht vorhersehbar, ob ein bestimmter Resonator auf links, rechts, oder evtl. nur dann reagiert, wenn zwischen den beiden Eingangskanälen ein bestimmtes Phasen- oder Amplitudenverhältnis gegeben ist. Mit anderen Worten: genauso zerklüftet, wie das Amplituden- und Phasenverhalten eines einzelnen Labyrinths, ist bei der Raumsimulation auch das Übersprechen zwischen den beiden Labyrinthen. Der springende Punkt ist, dass hier hunderttausende Resonatoren schon bei geringsten Frequenzverschiebungen wild durcheinander wirbeln, während Ihre beiden Labyrinthe, unabhängig von der Frequenz, stets stur die Vektorsumme liefern - das kann doch am Ende nur noch fad klingen.

Da ich mit meinem Ansatz in der Tat einen Großteil der gesampelten Resonatoren auf Gleichschritt zwinge, kann ich Ihr Argument für Laufzeitstereophonie durchaus gelten lassen. Leider bricht die Räumlichkeit aber bereits bei reiner Intensitätsstereophonie zusammen. Habe ich noch etwas wichtiges übersehen?

Wegen des diffusen Übersprechens im simulierten Raum wäre es durchaus vorstellbar, dass ein bestimmter Resonator an einer definierten Stelle im Raum sowohl durch den linken, als auch durch den rechten Eingang angeregt wird. Nicht aber, wenn Sie Mono in beide Eingänge einspeisen. Bei Mono könnte die reale Raumsimulation zufällig ein Resonanzloch liefern. Ihre Faltungskopie dagegen liefert, wie bei allen anderen Frequenzen auch, weiterhin unbeirrt die Summe, einen Peak also. Weil Sie diese typischen Anomalien nämlich vorhin beim Sampeln gar nicht erfasst haben. Doch schon 1 Hz weiter könnten beide Versionen wieder zusammen passen, und 2 Hz weiter ist dann wieder alles ganz anders.

Kurz gesagt: beim Fingerabdruck Ihres Raumes haben Sie die "Übersprechdomain" vergessen.

Photo: Timothy K. Hamilton

Ein Schritt zur Seite von gerade mal ¼ Pfeifenlänge verändert deren individuelle IR-Signatur im Raum drastisch: wo eben Peaks waren sind jetzt Löcher. - Photo: Timothy K. Hamilton.

Dann ist es offenbar tatsächlich nicht möglich, den QUANTEC-Raumsimulations-Algorithmus mit Hilfe eines Faltungs-Plug-ins nachzumachen?

Doch, eine spezielle Konfiguration gibt es, bei der es doch 100% identisch funktioniert.

Und die wäre?

Der Trick ist, die nicht erfassbare "Übersprechdomain" einfach auszuhebeln. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Yardstick stets durch ein Monosignal gespeist wird. Einfach den Knack auf die L/R-gekoppelten Eingänge, von beiden Ausgängen die IR aufzeichnen, und dann ab in die Faltung!

Und mit diesem Trick klingen dann Yardstick und dessen gefaltete IR absolut identisch?

Absolut - jetzt sind nämlich beide platt.

www.quantec.com/?id=faq041
Feb 2010, aktualisiert Aug 2011

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042 Was kann ich tun, wenn mir unterwegs ein Parameter-Kipphebel abbricht?

Was kann ich tun, wenn mir unterwegs ein Parameter-Kipphebel abbricht?

Antwort 1: Sie fahren den nicht mehr bedienbaren Parameter per Menü an, und stellen dessen Wert dann mit dem großen Drehknopf ein.

Antwort 2: Sie gehen in "System Setup / Preset / Overview Parameter Line Up" und re-mappen den abgebrochenen Parameter auf einen der unbelegten Kipphebel (alle mit einem * dargestellten Parameter sind bisher unbelegt).

www.quantec.com/?id=faq042
Apr 2010

Kategorie: Total FAQ, Maintenance, Operation
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043 Weshalb klingen bestimmte Wettbewerbsgeräte breitwandiger als der Yardstick?

Weshalb klingen bestimmte Wettbewerbsgeräte breitwandiger als der Yardstick?

Weil bei diesen Geräten nicht strikt auf eine saubere Ausgangskorrelation von 50% Wert gelegt wird. Spielen Sie einfach mal an unserem Parameter "Correlation" - dann können Sie den Kompromiss zwischen "Breitwand" und "Loch in der Mitte" selber einstellen. Bitte beachten Sie, dass die Ergebnisse für Lautsprecher und Kopfhörer sehr verschieden ausfallen.

www.quantec.com/?id=faq043
Apr 2010

Kategorie: Total FAQ, Tonmeister
Ansprechpartner: Wolf
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044 Weshalb klingt Outboard-Hall nach wie vor erheblich besser als jedes Software-Plug-in?

Weshalb klingt Outboard-Hall nach wie vor erheblich besser als jedes Software-Plug-in?

Die smarten Weißkittel aus der Software-Abteilung können kaum innerhalb von ein paar Jahren aufschliessen. CPU-Power hätten sie ja vielleicht, aber nicht die 30 Jahre an Erfahrung mit den Algorithmen.

Und weshalb sollten sie nicht in 5-10 Jahren aufholen können? - Es gibt ja schliesslich nahezu perfekte "Vorlagen" zum lernen oder abkupfern.

Das ist wie bei den koreanischen Klavierbauern...

www.quantec.com/?id=faq044
Jun 2010

Kategorie: Total FAQ, Presales, Oddities
Ansprechpartner: Sales
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045 Bei meiner Arbeit mit QRS und XL hat sich mit den Jahren eine beachtliche Bibliothek entwickelt, die ich gerne beim Yardstick weiter verwenden möchte. Was gilt es zu beachten?

Bei meiner Arbeit mit QRS und XL hat sich mit den Jahren eine beachtliche Bibliothek entwickelt, die ich gerne beim Yardstick weiter verwenden möchte. Was gilt es zu beachten?

Alle QRS-Parameter finden sich auch beim Yardstick. Darüber hinaus gibt es beim Yardstick einige neue Parameter, die bei den älteren Geräten fix voreingestellt waren. Dazu gehören beispielsweise die Eckfrequenzen der frequenzabhängigen Nachhallzeit, die beim QRS auf TBA Hz und TBA kHz fest eingestellt waren.

Neutrale Standardeinstellungen in diesem Sinne ergeben sich, wenn die überzähligen Parameter wie folgt vorgegeben werden:

  1. Bass Edge: egal
  2. Bass Gain: ±0dB
  3. Low Edge: TBD
  4. High Edge: TBD
  5. Density: TBD
  6. DrySrc: 12
  7. 1stSrc: 21
  8. 1stDly±: 0ms
  9. 2nd Cut: 8kHz
  10. 2nd Corr: 0.0

Die Werte für "TBD" werden nachgereicht sobald verfügbar!

www.quantec.com/?id=faq045
Jul 2010

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046 Weshalb gibt es den Yardstick nicht als RTAS Plug-in für ProTools?

Weshalb gibt es den Yardstick nicht als RTAS Plug-in für ProTools?

Erstes Problem: der QRS-Algorithmus benötigt extrem viele und lange Audio-Delaylines. Bei 1E6 COMPLX geht das (alle internen Delaylines aufsummiert) hoch bis zu einer Minute.

Zweites Problem: Zu den 24 bit an Ein- und Ausgang kommen innerhalb des Algorithmus noch die Pegelüberhöhungen der überall im Raum verteilten Raumresonanzen dazu, für die bis zu 12 extra Bits als Overflow-Headroom eingeplant werden müssten. Außerdem weitere 8 Bits für die frequenzabhängige Nachhallzeit. Die DSP56321 der HD1-Karte müssen daher in Double Precision rechnen, was den ohnehin nicht üppig verfügbaren RAM-Speicher von Anfang an halbiert.

Betrachten wir die weit verbreitete Digidesign HD1-PCI(e)-Karte, die hierzulande im Musikalienhandel für ca. €5000 netto zu erwerben ist. Alle Delaylines zusammen würden sich (theoretisch; ohne Abzug von Code-Speicher) auf respektable 82 sec bei 48 kHz aufsummieren. Wie schon erwähnt müssen wir mit Double Precision rechnen, was die Gesamtdelay auf 41 sec halbiert. Noch zu klären wäre, ob sich all die fragmentierten Speicherhäppchen überhaupt für den QRS-Algorithmus effizient gruppieren lassen.

Selbst wenn sämtliche Ressourcen der HD1-Karte ausschliesslich einem Yardstick-Plug-in zur Verfügung stünden, wäre selbst dann nur eine einzige Instanz mit 1E5 realisierbar (oder 2 Instanzen mit 1E4). Beides ist jeweils die Hälfte dessen, was ein echter Yardstick rein mit Bordmitteln hergibt.

Natürlich können Sie auf Ihrer HD1-Karte weitere (Fremd-)Funktionen installieren, sofern diese mit dem spärlichen Restspeicher auskommen. Was schon nicht mehr möglich ist wäre die Installation eines fiktiven RTAS Yardstick-Plug-ins in mehreren Instanzen. Jedenfalls dann nicht, wenn Sie mehr als Wohnzimmergröße simulieren wollen...

www.quantec.com/?id=faq046
Jul 2010, aktualisiert Okt 2011

Kategorie: Total FAQ, Presales, Operation
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047 Ein Effektgerät das ich nicht in meine Automation einbinden kann ist für mich indiskutabel.

Ein Effektgerät das ich nicht in meine Automation einbinden kann ist für mich indiskutabel.

Pech für die Cappuccino-Amerikaner...

...und auch Pech für Quantec als bekennende Plug-in-Verweigerer!

Mooment, kein vorschnelles Urteil. Es ist stets unser Anliegen, das Zusammenspiel mit externem Equipment unabhängig von Hersteller oder Betriebsystem zu realisieren. Deshalb steuern wir unsere Geräte auch nicht über Hardware-Plug-ins, sondern über neutrale Webbrowser.

Im Rahmen einer Automation hilft mir ein sperriger Webbrowser aber herzlich wenig...

Doch! Unsere Yardstick-Automation baut auf die Tatsache, dass jeder Audio-Editor sowohl PCM- als auch MIDI-Spuren aufzeichnen kann. Dazu richten Sie für den Yardstick eine dedizierte MIDI-Spur auf Ihrem Editor ein.

Jedesmal wenn Sie im Webbrowser die MIDI-Taste anklicken (oder alternativ an der Gerätefrontplatte im Hotkey-Menü eine bestimmte Taste drücken), sendet der Yardstick einen kompletten Snapshot seiner derzeitigen Einstellungen per MIDI-SYSEX an den Editor. Dort wird der Snapshot aufgezeichnet. Um ganz korrekt zu sein: es wird der momentan im Scratch A (oder B) aktive Parametersatz auf den Cue-Punkt 'jetzt' der MIDI-Spur abgelegt.

Wird später bei der Wiedergabe einer dieser Cue-Punkte durchfahren, dann schickt Ihr Editor die dort hinterlegte SYSEX wieder an den Yardstick zurück, wodurch dessen Scratch A (oder B) wieder mit genau den seinerzeit abgelegten Parameterwerten überschrieben wird. Alle Yardstick-Displays springen dabei auf die SYSEX-Werte, und der Recall wird sofort hörbar.

Dieser Ansatz ist nicht zu verwechseln mit Presets oder einer mehr oder weniger sperrigen Preset-Bibliothek. Es werden lediglich "anonyme" Snapshots genommen und später wieder rekonstruiert. Und zwar unabhängig von der im Yardstick derzeit installierten Preset-Bibliothek. Im Prinzip könnten Sie in ein fremdes Studio gehen und Ihre Session mit allen PCM- und MIDI-Spuren in den dortigen Editor einspielen. Sobald die betreffenden Cue-Punkte durchfahren werden, springen auch beim dortigen Yardstick alle Parameter auf die in der Session abgelegten Werte. Im fremden Yardstick evtl. vorgefundene widersprüchliche Presets werden nicht etwa überschrieben, sondern einfach ignoriert.

Und wenn ich im falschen Moment auf die MIDI-Taste gedrückt habe?

Dann schieben Sie einfach in Ihrem Audio-Editor das auf der MIDI-Spur erkennbare SYSEX-Objekt ein paar Frames vor oder zurück - bis es passt.

Und wie oft kann ich solche Cue-Punkte auf die Zeitachse setzen?

Im Prinzip so oft Sie wollen - für gleitende Parameterwerte gerne mehrere pro Sekunde.

Und warum hat mir das bisher keiner gesagt?

RTFM - dort ist es ab Version 3.1 beschrieben.

www.quantec.com/?id=faq047
Aug 2010

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048 Bei einigen Konkurrenzgeräten werden die Frontplattenbedienelemente deaktiviert, sobald ich das Gerät aus der Ferne (z.B. über ein Plug-in) bedienen möchte. Wird beim Yardstick gleichfalls die Frontplatte "ausgehängt" ...

Bei einigen Konkurrenzgeräten werden die Frontplattenbedienelemente deaktiviert, sobald ich das Gerät aus der Ferne (z.B. über ein Plug-in) bedienen möchte. Wird beim Yardstick gleichfalls die Frontplatte "ausgehängt", sobald ich vom Webbrowser aus zugreife?

Im Gegensatz zu Wettbewerbern sind beim Yardstick die verschiedenen Bedienoberflächen gleichzeitig aktiv, und bleiben auch stets untereinander synchron (z.B. Menü, Kipphebel und Webbrowser-Schieber). Mit gewissen Einschränkungen kann ein Yardstick sogar von mehreren Webbrowsern auf verschiedenen PCs gleichzeitig bedient werden.

Sep 2010

www.quantec.com/?id=faq048
Sep 2010

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049 Weshalb wird beim Yardstick kein gedrucktes Handbuch mitgeliefert?

Weshalb wird beim Yardstick kein gedrucktes Handbuch mitgeliefert?

Beim Yardstick gibt es in der Regel 3 Firmware-Updates im Jahr. Zu jedem Update erscheint ein neues Handbuch. Ein gedrucktes Handbuch wäre daher im Mittel nach 2 Monaten veraltet.

Und wenn ich unbedingt eines brauche?

Senden Sie den PDF-Link aufs aktuelle Handbuch an den ortsansässigen Copyshop. Nach 2 Stunden können Sie dort ein mit Spiral- oder Klebebindung ausgestattetes Handbuch abholen.

Obwohl wir dringend zum Farbdruck raten, steht es Ihnen frei, stattdessen eine Schwarzweissversion und eine leckere Pizza zu bestellen.

www.quantec.com/?id=faq049
Sep 2010

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050 Bei Geräten des Wettbewerbs gibt es die Möglichkeit, den Hallalgorithmus auf zwei "Engines" zu splitten. Also 2 getrennte Maschinen mit Mono In/Stereo Out. Warum nicht bei Quantec?

Bei Geräten des Wettbewerbs gibt es die Möglichkeit, den Hallalgorithmus auf zwei "Engines" zu splitten. Also 2 getrennte Maschinen mit Mono In/Stereo Out. Warum nicht bei Quantec?

Der Raumsimulationsalgorithmus funktioniert nur dann in der gewohnten Qualität, wenn die "Crosstalk-Domain" uneingeschränkt zur Verfügung steht. Dies ist nur bei mindestens 2 Eingängen gegeben. Näheres dazu in der FAQ 041, die sich mit dem Phänomen beschäftigt, weshalb gefaltete Quantec-IRs flach klingen.

Wenn ich recht verstehe, hätte der 2498 mit seinen jeweils 8 Ein- und Ausgängen diese Einschränkung nicht. Kann ich den 2498 folglich als vier unabhängige 2in/2out-Engines einsetzen?

Noch nicht mit den derzeit verfügbaren Plug-Ins. Es ist aber speziell für den 2498 ein "Multi-Engine" Plug-In in Vorbereitung, bei dem bis zu vier völlig getrennte, unabhängig voneinander speis- und parametrisierbare Räume nutzbar sein werden.

www.quantec.com/?id=faq050
Nov 2010

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051 Ich habe von meinem Händler einen 2498er-Yardstick als Leihstellung bekommen. Wie kann ich dieses doch recht komplexe Gerät auf die schnelle mit Stereo In / Stereo Out testen?

Ich habe von meinem Händler einen 2498er-Yardstick als Leihstellung bekommen. Wie kann ich dieses doch recht komplexe Teil auf die schnelle mit Stereo In / Stereo Out testen?

Speisen Sie das AES/EBU-Stereosignal "Echo Send" in den rückseitigen XLR-Eingang des 2498 ein. Benutzen Sie für des AES/EBU-Stereosignal "Echo Return" den XLR-Stecker "Out 1+2" der mitgelieferten Peitsche. Die restlichen 7 Peitschenanschlüsse müssen unbeschaltet bleiben. In der Werkseinstellung konfiguriert sich der 2498 dann automatisch auf Stereo In / Stereo Out.

Bei S/PDIF ist der Anschluss etwas komplizierter. Nützliche Tips dazu finden sich im S/PDIF-Kapitel des Gerätehandbuchs.

Was muss ich sonst noch beachten?

Bitte stellen Sie unbedingt sicher, dass das Direktsignal nicht versehentlich doppelt geführt wird. Geht das Direktsignal zugleich durchs Mischpult und durch den Direktpfad des Yardsticks, dann treten zwangsläufig hässliche Auslöschungen auf (»Kammfiltereffekt«). Da herstellerseitig alle Yardstick-Presets ein Dry in passender Dosierung mitführen, sollten Sie den Direktpfad des Mischpultes während Ihrer Erstversuche komplett abschalten. Falls Sie es später im Regelbetrieb anders brauchen, können Sie die Dry-Einstellungen aller Presets jederzeit zentral nullsetzen.

www.quantec.com/?id=faq051
Nov 2010

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052 Wenn ich Presets oder neue Software auf den Yardstick downloaden möchte...

Wenn ich Presets oder neue Software auf den Yardstick downloaden möchte...

... uploaden - auf den Yardstick UP-loaden!

Weshalb?

Wenn Sie an Ihrem PC sitzend ein MP3-Musikstück oder einen Film saugen, dann machen Sie was?

Einen Download natürlich!

Wenn Sie an Ihrem PC sitzend ein Plug-in vom Quantec-Webserver in München saugen, dann machen Sie was?

Wieder Download!

Wenn Sie an Ihrem PC sitzend ein paar zuvor aktualisierte HTML-Seiten zum Webserver Ihres Webhosters rausschicken, ist das dann für Sie Upload oder Download?

Upload, was sonst?

Wenn Sie an Ihrem PC sitzend die vorhin vom Quantec-Webserver downgeloadeten Plug-ins zum Webserver Ihres Yardsticks rausschicken, um sie im Yardstick zu installieren?

Wieder Upload.

Na also. Es kommt nicht auf Größe oder Gewicht oder Entfernung von PC oder Server an, sondern ausschließlich auf die Richtung der übertragenen Daten. Eine Übertragung vom Arbeitsplatz zu einem Webserver ist immer Upload, auch beim Yardstick.

www.quantec.com/?id=faq052
Dez 2010

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053 Verwende ich beim 2493 ein Plug-in mit einer Abtastrate von 192kHz, dann leuchten die -80 dB LEDs der ADC-Bargraphs auf. Höre ich aber in das erzeugte Digitalsignal rein, dann scheint der Rauschteppich der ADCs subjektiv ...

Verwende ich beim 2493 ein Plug-in mit einer Abtastrate von 192kHz, dann leuchten die -80 dB LEDs der ADC-Bargraphs auf. Höre ich aber in das erzeugte Digitalsignal rein, dann scheint der Rauschteppich der ADCs subjektiv weiterhin genauso niedrig zu sein wie bei 96 oder 48 kHz. Was geht da vor?

Sie sind auf ein Problem gestoßen, das bei nahezu allen Delta-Sigma ADC-Chips am Markt auftritt, egal ob Consumer oder Professional. Ursache für das Aufleuchten der LEDs ist eine heftige Rauschenergiespitze kurz vor der halben Abtastrate - bei 192 kHz bäumt sich der Rauschteppich zwischen etwa 72 und 96 kHz um typisch 40-60 dB auf.

Wenn das angeblich bei allen AD-Konvertern auftreten soll, warum stört das dann niemand?

Sie haben die Unhörbarkeit ja bereits selbst bestätigt. Das heisst nicht, dass uns bei Quantec wohl ist bei der Sache. Schon den Bargraph-Fehlalarm halten wir für lästig, zudem könnten mögliche Spiegelprodukte des Abtastvorgangs durch Intermodulation in den Hörbereich heruntergespiegelt werden. Solange ADC-Konverter mit diesem Problem gang und gebe sind, empfiehlt Quantec, grundsätzlich auf die Abtastrate 192 kHz zu verzichten.

Und bei 96 kHz tritt das Problem nicht auf? Auch nicht ein bisschen?

Nein. Die Ursache liegt in der grundsätzlichen Funktionsweise von Delta-Sigma ADCs. Die Abtastung von Audiosignalen erfolgt beim Delta-Sigmaverfahren mit 1-4 Bit Auflösung und einer sehr hohen Überabtastrate von typischerweise 6,144 MHz. Beim anschließenden "Herunterrechnen" auf 48, 96 oder 192 kHz werden durch den genialen Trick des "Noise Shapings" die Quantisierungsfehler jenseits des akustischen Frequenzbereichs hinausgeschoben, so dass der ganze "Dreck" jetzt nicht mehr hörbar ist. Vorhanden ist er natürlich trotzdem - fragen Sie Ihren Hund...

Nochmal: weshalb bei 192 kHz, weshalb nicht bei 96 kHz?

Die Erklärung liegt in der primären Überabtastrate von konstant 6,144 MHz. Diese ist durch die Reaktionszeit der internen Switched-Capacitor-Filter vorgegeben, kann also nicht weiter nach oben skaliert werden. Bei 96 kHz haben wir eine Überabtastrate von 64x - dies genügt, um den "Dreck" soweit hinauszuschieben, dass er erst oberhalb von etwa 50 kHz nach oben schiesst. Diese 50 kHz liegen (hier bei 96 kHz) jenseits der halben Abtastrate (»Nyquist«), und werden daher von den Antialiasfiltern unterdrückt. Dies gilt natürlich erst recht für 48 kHz.

Bei einer Abtastrate von 192 kHz mit einer Überabtastrate von 32x ist dies anders. Dort liegt die Eckfrequenz von 50 kHz, ab der der "Dreck" aus dem Rauschteppich nach oben schiesst, nämlich noch weit unterhalb von Fs/2 - also innerhalb des normalen Übertragungsbereichs.

Hier ein paar Beispiele aus der Praxis:

Für den bei Mischpulten und Multikanal-ADCs sehr populären Vierkanal-ADC PCM4104 von Burr-Brown (jetzt Texas Instruments), der lt. Datenblatt einen exzellent niedrigen RMS-Breitbandrauschteppich von -116 dB FS bietet, folgt für jede der drei möglichen Abtastraten je ein Diagramm für das Schmalbandrauschen.

48 kHz - Rauschen völlig frequenzunabhängig96 kHz - Rauschen weitestgehend frequenzunabhängig192 kHz - Rauschen klappt über 50 kHz steil nach oben

Man erkennt, dass bei 48 und 96 kHz alles wie erwartet funktioniert, während bei 192 kHz die Frequenzkurve des Grundrauschens jenseits von 50 kHz wie eine Rakete abhebt. Pro 10 kHz nach rechts nimmt die "Drecksenergie" etwa um 20 dB zu!

Betrachtet man (nahe bei Fs/2) das 20 kHz breite Frequenzband zwischen 80 und 100 kHz, dann ist leicht erkennbar dass, bei mit dem Nutzband (aka. "Hörbereich") vergleichbarer Bandbreite, dort oben die hundert- bis tausendfache Rauschenergie tobt.

Sind Audio-ADCs von Burr-Brown allesamt für'n Müll?

Nein, sämtliche Audio-ADCs der anderen Hersteller verhalten sich tendenziell genauso. Wenn etwas in die Tonne gehört, dann sind es die überzüchteten 192 kHz.

192 kHz - Rauschen steigt über 45 kHz stark anHier zum Vergleich das "Flaggschiff" von Crystal: der CS5381 bei 192 kHz. Interessant ist die hier lineare Frequenzskala, bei der man die vier je 24 kHz breiten Bänder gut erkennen kann.

Wie und wann lässt sich das Problem lösen?

Wenn in Zukunft Switched-Capacitor-Strukturen auch bei verdoppelter Überabtastrate präzise arbeiten, dann wäre man das Problem auch bei 192 kHz los - so wie heute bei 96 kHz. Nachstehend der vor kurzem angekündigte AT1201 von ARDA, der als erster einer neuen Generation von A/D-Konvertern Abtastraten von bis zu 432 kHz erlaubt (mit einer vergleichsweise unverschämten Leistungsaufnahme).

384 kHz - noise increases gently beyond 100 kHz

Vermutlich werden sich dann aber Anwender finden, die glauben, jetzt auf einen (absurden) Haustakt von 384 kHz umsteigen zu müssen. Denen bleibt das Problem im Prinzip erhalten, wenngleich, im Vergleich zu heute, immerhin eine Oktave höher.

www.quantec.com/?id=faq053
Dez 2010, aktualisiert Jan 2011

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054 Ein Quantec-Wettbewerber wie Bricasti hat es geschafft, im Gearslutz-Forum quasi über Nacht eine alles überbordende, weltumspannende Hype für sein Produkt anzufachen. Wäre es nicht auch für Quantec an der Zeit, seine ...

Ein Quantec-Wettbewerber wie Bricasti hat es geschafft, im Gearslutz-Forum quasi über Nacht eine alles überbordende, weltumspannende Hype für sein Produkt anzufachen. Wäre es nicht auch für Quantec an der Zeit, seine zweifellos respektable Fangemeinde mit Mitteln des Viralen Marketings zu "aktivieren"?

Nein, bei Quantec wird das nicht funktionieren. Quantec ist kein Lifestyle-Produkt, das umso attraktiver wird, je mehr angebliche "Freunde" es ebenfalls trendy finden. Es passt nicht zu Quantec, eine schnelle Nummer im Bedroom-Studio zu machen.

Quantec setzt auf Fachwissen, Ehrgeiz und Erfahrung von Profi-Individuen, die in der Lage sind, ein Projekt nach fachlich anerkannten Standards partiturgerecht umzusetzen. Jeder unserer Anwender rechnet "seinen Quantec" zu seinem persönlichen Erfahrungsschatz, genau wie das eigene, über viele Jahre erworbene Fachwissen. Man betrachtet seinen (mit erheblichen finanziellen Mitteln) erworbenen Quantec als Wettbewerbsvorteil, der nicht leichtsinnig verschleudert werden sollte - aus Geltungsdrang oder weswegen auch immer. Ein Quantec-User genießt und schweigt.

Es gibt aber doch vereinzelt Quantec-User, die sich in eine laufende Diskussion einklinken.

Aber nicht aus Missionsdrang, sondern zur Verteidigung. Dies passiert nämlich immer dann, wenn von "unbedarften Lemmingen" Halbwissen in die Welt posaunt wird, das in den Augen eines tatsächlichen Quantec-Nutzers nicht unwidersprochen stehen bleiben darf. Werden Quantec-Nutzer in einem Forums-Thread pauschal als Deppen dargestellt, weil sie beispielsweise separat erzeugte Erstreflexionen oder Modulationseffekte für musikästhetisch deplatziert halten, dann werden sie sich wehren - und zwar nicht nur verbal, sondern mit Praxisbeispielen belegt. Täten sie dies nicht, dann würden sie mittelfristig den eigenen, objektiven oder gefühlten, wettbewerblichen Sonderstatus gefährden.

www.quantec.com/?id=faq054
Dez 2010

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055 Wie installiere ich beim Yardstick neue Software?

Wie installiere ich beim Yardstick neue Software?

Egal ob Ihr Yardstick in Reichweite ist, oder am Ende des Korridors im Geräteraum verbaut: ein Update dauert keine 2 Minuten, und Sie können in jedem Fall am PC sitzen bleiben.

  1. Gehen Sie mit Ihrem Lieblings-Webbrowser auf www.quantec.com und downloaden Sie die neue Software.
  2. Gehen Sie dann auf der Homepage Ihres Yardsticks ins "Software Management", und uploaden Sie die Datei auf eine freie Bank.
  3. Wählen Sie die neue Bank im Browser, und, voilà - Ihr Yardstick bootet auf die neue Version.

Fertig!!! - Kein Schraubenzieher, kein EPROM, kein Kabel.

www.quantec.com/?id=faq055
Jan 2011

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056 Muss ich das Direktsignal durch den Yardstick durchleiten, oder kann ich DRY wie üblich durchs Mischpult führen?

Muss ich das Direktsignal durch den Yardstick durchleiten, oder kann ich DRY wie üblich durchs Mischpult führen?

Klare Empfehlung für alle Yardsticks mit digitalen Ein- und Ausgängen: zur Grauzonenminimierung möglichst immer durch den Yardstick-internen DRY-Pfad gehen. Wenn Sie's so machen, dann wird alles automatisch optimiert, und Sie können das Thema sofort abhaken.

Und für Yardsticks mit analogen Ein- und Ausgängen?

Dort verschärft sich das Problem, da sich beim Durchgang durch AD/DA-Konverter physikalisch unvermeidbar stets eine Latenz von etwa 1,5 ms einstellt. Dies hat zur Folge, dass "Dry" und "Diffus" hörbar zeitlich auseinander fallen, dass also der Diffusanteil dem Direktsignal durchs Mischpult um 1,5 ms hinterherhinkt. Bei der Raumsimulation insbesondere kleiner Räume stimmt dann die zeitliche Zuordnung von Direktsignal und Anhall nicht mehr.

Ich bekomme Bauchweh wenn ich mir vorstelle, auch mein Direktsignal durch die AD/DA-Konverter des Yardsticks schicken zu müssen. Einerseits führt dies zu einer Erhöhung des Grundrauschens, und andererseits wäre zu klären, ob bei Aufnahmen mit 96 oder 192 kHz nicht irgendwelche unvorhersehbaren Nebeneffekte auftreten. Will heißen: einerseits versuche ich, bei der Aufnahme jeden unnötigen Ballast im Signalpfad zu vermeiden, andererseits muss ich bei "DRY durch den Yardstick" einmal mehr durch eine AD/DA-Umsetzung durch.

Das Problem ist bei rein analogen Mischpult-Signalpfaden nicht widerspruchsfrei lösbar. Hätte Ihr Yardstick Digitalschnittstellen, dann würde das DRY-Signal auch bei 96 oder 192 kHz bitgetreu, also verlustfrei, durchgeschleift werden. Selbst wenn Sie trotz Digital-I/O drauf bestehen würden, Ihr Direktsignal durch das Mischpult zu führen, dann hätte das um das Mischpult herum geleitete Diffussignal lediglich den wesentlich geringeren Latenzfehler von 35 Samples (gilt für alle Abtastraten).

Bekomme ich bei reinen Digitalpulten, und mit diesen über Digitalschnittstellen verbundenen Outboard-Geräten, grundsätzlich keine Latenzproblem?

Ein Yardstick macht an dieser Stelle keinerlei Probleme, da dessen DSP-Algorithmus auch 96 und 192 kHz direkt verarbeiten kann.

Aus dieser Formulierung höre ich heraus, dass bei einigen handelsüblichen Geräten zusätzliche Latenzprobleme auftreten könnten?

Oh ja. Hände weg von Outboard-Geräten, die die Abtastraten x2 oder x4 nicht direkt verarbeiten können (z.B. weil die DSP-Power nicht reicht). Wenn solche Geräte 96 oder 192 kHz versprechen, dann ist vermutlich ein eingebauter Abtsatratenwandler (»SCR«) im Spiel, zumindest für den Signalpfad durch den Algorithmus. Obwohl die aktuellen DSP-Chips vom Rauschteppich und von der Genauigkeit exzellent sind, so sind deren Latenzzeiten durchaus mit denen von AD/DA-Konverterketten vergleichbar. Somit besteht auch hier wieder das Risiko, die Zeitbezüge zwichen Direkt- und Diffussignal zu zerstören.

Ganz besonders problematisch sind Outboard-Effekte, deren Signalpfade geräteintern aufgespalten werden. Manche Gerät bieten einen internen Direktpfad mit 96 oder 192 kHz, schaffen aber ihren Algorithmus nur mit 48 kHz. Kommen die Samples mit 48 kHz am Gerät an, dann können sie beiden Pfaden zugeführt werden. Höhere Abtastraten dagegen müssen aufgesplittet werden. Immer wenn der SRC irgendwo eingeschleift werden muss, dann bringt er seine  interne Latenzzeit mit, was jetzt sogar die rein geräteinternen Zeitbezüge um einige ms verrödeln kann - stillschweigend, und ohne jede Warnung.

www.quantec.com/?id=faq056
Jan 2011, aktualisiert Aug 2011

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057 Weshalb klingen im Prinzip so simple Schaltungen wie D/A-Konverter in der Praxis so unterschiedlich?

Weshalb klingen im Prinzip so simple Schaltungen wie D/A-Konverter in der Praxis so unterschiedlich?

Lautsprecher klingen auch sehr unterschiedlich; worauf genau zielt Ihre Frage?

Mir fällt immer wieder auf, dass gewisse Aufnahmen über bestimmte D/A-Konverter einwandfrei klingen, während bei anderen ein unnatürlich harsches Klangbild oder ähnlich seltsame Artefakte auftreten. Dies beobachte ich selbst dann, wenn die technischen Daten beider vergleichbar, und vor allem über jeden Tadel erhaben sind.

Sie meinen die viel diskutierten Probleme mit der Taktregeneration? - Jitter, Phasenrauschen, etc.?

Nein, es muss dafür noch eine andere Ursache geben.

Hier bei QUANTEC wird seit mehr als 30 Jahren sehr sorgfältig darauf geachtet, die beim Abtastvorgang prinzipiell auftretenden Intermodulationsrisiken gleich an der Wurzel zu beseitigen. Wir unterdrücken mögliche Spiegelprodukte direkt in unseren Konvertern.

Als Verfechter von Grauzonenminimierung vermeiden wir, gewisse Intermodulationsrisiken auf nachfolgende Geräte wie D/A-Konverter oder Lautsprecher abzuwälzen, die dann möglicherweise nicht damit klar kommen.

Mit anderen Worten: anstatt mit Gottvertrauen, dass unsere Nachfolger schon ordentlich arbeiten mögen, gehen wir a priori davon aus, dass sie es nicht richtig können. Und dass die Kette trotzdem funktionieren muss.

Dass diese Strategie praxistauglich ist, haben wir bereits mit den Konvertern von QRS (1982) und QRS/XL (1987) bewiesen. Man kann heute noch in Foren lesen, dass diese "für ihre Zeit" ganz hervorragend gewesen sein mussten.

Das klingt vielversprechend - und was die erwähnten Konverter betrifft, kann ich dem nur beipflichten.

Dann bitte weiter zur FAQ 058.

www.quantec.com/?id=faq057
Jan 2011

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058 Weshalb ist es so wichtig, dass Antialiasfilter von A/D- oder D/A-Konvertern bei der halben Abtastrate mindestens 30 dB dämpfen, und nicht wie industrieüblich grade mal 6 dB?

********** Artikel in Bearbeitung - es fehlen bislang sämtliche Hörbeispiele **********

Weshalb ist es so wichtig, dass Antialiasfilter von A/D- oder D/A-Konvertern bei der halben Abtastrate mindestens 30 dB dämpfen, und nicht wie industrieüblich grade mal 6 dB?

Am einfachsten lässt sich das hinter diesem Problem versteckte physikalische Phänomen mit dem speziell für diesen Zweck konstruierten Hörbeispiel FAQ#58_1 (s.u.) veranschaulichen.

Die Aufnahme des zwischen 20 und 25 kHz gleitenden Sinustones erfolgte wie üblich mit 48 kHz. Um die kritischen Frequenzen in der Nähe der halben Abtastrate, hier also im Bereich von 24 kHz, aus dem Ultraschallbereich in den menschlichen Hörbereich herunter zu skalieren, wird bei der Wiedergabe jedes aufgenommene 48 kHz Sample mit 7 nachfolgenden Nullsamples gestopft (und zugleich der Pegel um den Faktor 8 angehoben). Dadurch erreichen wir, dass das aufgenommene Material mit 1/8 bezüglich Frequenz und Geschwindigkeit abgespielt wird, also 3 Oktaven tiefer, ähnlich einem bei der Wiedergabe 8x langsamer laufenden Tonband.

Hören Sie dazu bitte das Hörbeispiel FAQ#58_1 (Link siehe unten).

Worauf muss ich beim Hören achten?

Sie hören einen gleitenden, ansteigenden Sinuston; zunächst nichts spektakuläres. Kommt dessen Frequenz allerdings in die Nähe der halben Abtastrate, bei diesem Versuch also 3 kHz, so wird Ihnen auffallen, dass dem ansteigenden Sinuston immer deutlicher ein zweiter, absteigender Sinuston von oben entgegenkommt.

Wir hören also zwei Sinustöne: den zugeführten aufsteigenden Sinuston (0->Fs), und dessen im gleichen Maß fallendes Spiegelbild (Fs->0) (»Alias«). Bei exakt Fs/2 (3 kHz) treffen sich die beiden dann gleich hohen Töne, die Differenzfrequenz wird zu 0. Wenn überhaupt, ist nur noch eine langsame Schwebung zu hören.

Wir halten fest: Sie führen dem A/D-Konverter einen Ton zu, er antwortet aber mit zweien.

Da sich dies alles im Ultraschallbereich abspielt, fällt sowas außer meinem Studiohündchen "Dolby" doch niemandem auf. Weshalb sollte ich damit überhaupt ein Problem haben?

In der Analogtechnik kennt man den Begriff Intermodulation. Dieser Begriff beschreibt den Störeffekt, wenn bei Anlegen zweier Töne an eine nichtlineare Kennlinie zusätzliche neue Töne entstehen. Deren Frequenz ist gleich der Summe und der Differenz der Einzeltöne. Aus F1 und F2 entsteht also F2+F1 und F2-F1. Da niedrige Intermodulationsverzerrungen ein wichtiges Qualitätskriterium darstellen, gibt es genormte Messvorschriften.

Durch das Prinzip der Abtastung (»Sampling«), genauer: durch eine mit der Abtastung zwangsläufig einher gehende Zweideutigkeit, entsteht aus einem zugeführten Ton F1, physikalisch unvermeidlich, ein Spiegelton F2 mit F2=Fs-F1. Dies ist der abwärts gleitende Sinuston, den Sie eben gehört haben.

Nachstehend ein Diagramm mit Sample-Punkten einer 48kHz-Abtastung, die zu beiden Frequenzen passen, also sowohl zu 23 kHz als auch zu 25 kHz. Auf diese Weise entsteht beim Samplingprozess eine Zweideutigkeit, die für reale Spiegeltöne, und darauf aufsetzend letztendlich für mögliche Differenztöne im Hörbereich verantwortlich ist.

Die zu einer "traditionellen" Intermodulation gehörenden zwei Teiltöne brauchen wir hier also gar nicht explizit zuzuführen. Es genügt ein einziger Stimulus; dazu gesellt sich, mehr oder weniger abgeschwächt, sein zwangsläufig entstehender "Spiegelpartner". Aus diesen beiden real existierenden Teiltönen können gleichfalls Intermodulationsprodukte entstehen, und zwar wiederum Summen- und Differenzfrequenz.

Hier ein Zahlenbeispiel: wird bei einer Abtastrate von 48 kHz einem A/D-Konverter ein Sinuston F1 von 23 kHz zugeführt, dann antwortet sein "Spiegelpartner" F2 mit 25 kHz. Bei Nichtlinearitäten im nachfolgenden Signalpfad entstehen, wie oben bei der Intermodulation beschrieben, zusätzlich die Nebentöne F2+F1 und F2-F1. Die Summe F2+F1 ist gegenstandslos, da sie immer 48 kHz ist; folglich stets in die erste Nullstelle fällt. Innerhalb des Übertragungsbereichs, und daher hörakustisch relevant, liegt dagegen der Differenzton F2-F1 von 2 kHz, der aber, solange keine nichtlinearen Übertragungskennlinien vorhanden sind, zunächst einmal nur rein theoretisch angelegt ist.

Eine potenzielle Grauzone tut sich hier deshalb auf, weil der brisante Ultraschall-Doppelton quasi als Kuckucksei an den Nachfolger in der Signalkette weitergereicht wird. Wir sind uns vermutlich einig, dass ein außerhalb der Obertonreihe stehender energiereicher Spiegelton musikalisch nichts im Nutzsignal verloren hat, selbst wenn er im Ultraschallbereich liegt.

Wenn ich Sie richtig verstehe, bekomme ich durch eine Art "Phantomtöne" im Ultraschall ein Problem im Hörbereich, oder?

Zunächst nur die Gefahr eines Problems im Hörbereich. Wenn Sie sich nun aber vergegenwärtigen, dass die Kalotten Ihrer Hochtöner in den Abhörmonitoren 23 und 25 kHz gleichzeitig mit grosser Lautstärke unverzerrt abstrahlen müssen, dann sind doch gewisse Zweifel bezüglich deren Linearität angebracht. Insbesondere wäre zu klären, wie Ihre Hochtöner weitaus komplexere Klanggemische, z.B. aus Triangel und Spiegel-Triangel, mit akzeptabler Intermodulationsdämpfung wegstecken können.

Hören Sie dazu bitte das Hörbeispiel FAQ#58_2 (Link siehe unten).

Hinweis: Vergewissern Sie sich zumindest bei diesem Hörbeispiel, dass Sie mit voller Bandbreite abhören. Der nachfolgende Test versagt, wenn das Audioband z.B. auf 10 kHz beschnitten wird, weil das Soundsystem Ihres PCs überfordert ist. Frequenzen bis zu 25 kHz müssen hier praktisch ungedämpft übertragen werden.

Worauf muss ich beim Hören achten?

Bei einer Abtastrate von 48 kHz wird ein langsam von 20 auf 25 kHz gleitender Sinuston F1 in einen ADC mit -6dB Spiegelfrequenzfilter eingespeist; es bildet sich also ein nur leicht im Pegel verringerter Spiegelton F2. Trotz Vollaussteuerung sollte nicht das geringste Geräusch hörbar sein. Hören Sie stattdessen gleitende Pfeiftöne, dann wären dies bereits unerwünschte Differenztöne F2-F1, die durch ein Intermodulationsproblem Ihres PCs oder Ihrer Abhöre erzeugt werden.

Als Gegenprobe dient das Hörbeispiel FAQ#58_3 (Link siehe unten).

Anders als beim vorherigen Beispiel wird der Ultraschall-Differenzton hier nicht direkt herausgeführt, sondern unmittelbar vor der Aufzeichnung durch eine leicht gekrümmte Übertragungsfunktion verzerrt, die ungefähr einem Klirrfaktor von 10% entspricht.

Worauf muss ich beim Hören achten?

Diese Verzerrung bewirkt, dass sich die beiden Ultraschalltöne F1 und F2 nicht mehr unbemerkt durchschummeln können, sondern sich jetzt unüberhörbar durch den an der Kennlinienkrümmung erzeugten Differenzton F2-F1 verraten. Da dieser mitten im Audiobereich liegt, ist er nachträglich nicht mehr zu entfernen.

Kann ich dieses Problem irgendwie schon im Vorfeld abschätzen oder messen?

Wenn für Ihre Abhörlautsprecher Intermodulationsmessungen im grenznahen Ultraschall vorliegen, dann könnten Sie dort nachschauen. Da Hochtonkalotten aber mechanische Systeme sind, würde ich einer Einzelmessung zunächst nicht vertrauen. Liegen Ihnen allerdings mehrere Intermodulations-Messergebnisse bei verschiedenen Frequenzkombinationen vor, dann könnten Sie aus den Messwerten die Intermodulationsdämpfung abschätzen, und damit auch die Dämpfung von Spiegelprodukten aus der Abtastung.

Dann müsste doch bei meinen sündhaft teuren Studiomonitoren alles in Ordnung sein, oder?

Ohrenscheinlich alles im grünen Bereich! - Genauso wie bei Ihrem Zahnarzt, der für seine Stereoanlage vielleicht zwanzigtausend Euronen hingeblättert hat. Oder auch bei den Hörtests in der Readaktion des High-End Fachblattes; auch dort würde das Problem schlichtweg übersehen werden, weil es bei deren edlem Equipment gar nicht erst zu störenden Differenztönen kommt.

Doch die Grauzone bleibt. Versetzen Sie sich einmal in Ihre normalen Kunden. Sie glauben vermutlich auch nicht, dass deren Hochtonkalotten der €20-Klasse unser fiktives Triangelkaleidoskop vergleichbar akzeptabel wegstecken wie Ihre Studiomonitore - oder die High-End Boliden Ihres Zahnarztes.

Ich kann mir das hilflose Herumeiern der völlig überforderten Billigkalotten gut vorstellen. In diesem Zusammenhang kommt mir folgende Idee: Könnte eventuell verstecktes Intermodulationsgezwitscher ursächlich daran beteiligt sein, wenn ein und die selbe CD mit verschiedenen D/A-Konvertern mal sauber, mal verschleiert klingt?

Kann gut sein!

Oder dass Aufnahmen mit 96k meist transparenter klingen als jene mit 48k, weil die (analoge) Audioenergie in der Nähe von Fs/2 = 48 kHz bereits zu schwach ist, um noch energiereiche und damit lästige Differenztonstörungen zu erzeugen?

Warum nicht?

Vielleicht reicht die theoretisch notwendige Nyquist-Abtastrate von 48 kHz ja doch, sofern man die im Grunde leicht nachvollziehbare Intermodulationsproblematik in den Griff bekommt?

Testen Sie's einfach! - Beim den AD/DA-Konvertern des 2493 können Sie (bei 48 kHz) direkt zwischen Spiegelfrequenzfiltern nach Industriestandard (-6 dB @ Fs/2 - flat) und speziell optimierten QUANTEC-Filtern (-30 dB @ Fs/2 - steep) hin- und herschalten. Einfach Ihren 2493er-Yardstick auf BYPASS betreiben und ... selber hören.

Hören Sie dazu bitte das Hörbeispiel FAQ#58_4 (Link siehe unten).

Worauf muss ich beim Hören achten?

Bei einer Abtastrate von 48 kHz wird ein langsam von 20 auf 25 kHz gleitender Sinuston F1 in einen ADC mit -30dB Spiegelfrequenzfilter eingespeist; es bildet sich also nur noch ein äußerst leiser Spiegelton F2. Auch hier wird der Ultraschall-Differenzton nicht direkt herausgeführt, sondern vor dem Ausgang auf eine leicht gekrümmte Verzerrungskennlinie losgelassen, die ungefähr einem Klirrfaktor von 10% entspricht. Obwohl auch hier aus den beiden Ultraschalltönen F1 und F2 ein Differenzton F2-F1 erzeugt wird, ist F2 durch die optimierte Eckfrequenz bei diesem Filter pegelmäßig bereits so geschwächt, dass der Differenzton nicht mehr wahrnehmbar ist.

Abschliessende Frage: Wann und von wem sind diese Zusammenhänge eigentlich entdeckt worden? Angesichts des derzeit nach wie vor überwältigenden Angebots an A/D- und D/A-ICs mit "eingebautem -6 dB Problem" - und den darauf aufsetzenden marktgängigen In- und Outboard-Konvertern - kann der Zeitpunkt der Erleuchtung wohl noch nicht allzu lange zurück liegen...

Es war 1978, als der QRS-Entwickler (und zufällig Autor dieser Zeilen) an A/D- und D/A-Konzepten für den QRS gearbeitet hat. Als junger Mensch konnte er problemlos bis 18 kHz hinauf hören. Zudem traten die Probleme beim QRS, bedingt durch dessen niedrige Abtastrate von 20 kHz, bereits im oberen Hörbereich auf, und nicht erst wie heute, im nahen Ultraschall.

In diesem historischen Szenario waren Intermodulations-Verzerrungen, durch die das Problem erst in den Hörbereich herunter gespiegelt wird, noch keine zwingend notwendige Voraussetzung. Denn der abwärts gleitende Spiegelton war direkt hörbar, ähnlich wie im Hörbeispiel FAQ#58_1.

Die folgenden Hörbeispiele werden ausschließlich im wav Format bereitgestellt. Eine verlustbehaftete Kodierung wie zum Beispiel MP3 ist bei derart anspruchsvollem Material nicht mehr möglich. Im Regelfall unbedeutende Artefakte der Datenreduktion, insbesondere Maskierungseffekte, würden in derartigen Grenzbereichen gänzlich unerwartete Nebenwirkungen verursachen.

FAQ#58_1:

FAQ#58_2:

FAQ#58_3:

FAQ#58_4:

Alle Hörbeispiele zu FAQ 058 in Vorbereitung!

www.quantec.com/?id=faq058
Jan 2011

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059 In letzter Zeit ist öfters die Rede von "Klavierhall". Bekanntlich basiert Klavierhall ebenfalls auf einem Resonanz- und nicht auf einem Laufzeitmodell. Gibt es da gewisse Parallelen zum QRS-Algorithmus von QUANTEC?

In letzter Zeit ist öfters die Rede von "Klavierhall". Bekanntlich basiert Klavierhall ebenfalls auf einem Resonanz- und nicht auf einem Laufzeitmodell. Gibt es da gewisse Parallelen zum QRS-Algorithmus von QUANTEC?

Ja und nein. Trotz massiver Unterschiede im Detail könnte man sagen, dass die verwandschaftlichen Beziehungen zwischen QUANTEC und Klavierhall enger sind als z.B. zwischen QUANTEC und LEXICON. Während zumindest die frühen LEXICON-Algorithmen versucht haben, die gesamte Raumakustik auf einer einzigen Schleife abzubilden, setzen QRS wie Klavierhall seit jeher auf massive Parallelität.

Klavierhall basiert auf dem seit Jahrhunderten bekannten Prinzip der frei schwingenden, also nicht künstlich z.B. mit Filz bedämpften Resonanzsaiten. Bekanntester Vertreter ist die Harfe; das Prinzip ist aber auch bei einer Vielzahl weiterer Saiteninstrumente anzutreffen.

Beim Klavierhall werden schmalbandige Resonatoren in Form von gespannten Saiten realisiert, die auf Grund ihrer hohen Güte beträchtliche Ein- und Ausschwingzeiten aufweisen. Jeder dieser weit über 100 Resonatoren kann jeweils im Rahmen seiner natürlichen Obertonreihe zu Resonanzen angeregt werden, die sich in einer Art Anhall zunächst gemächlich hochschaukeln, um daraufhin, mit Abbruch der Anregung, in einen hallähnlichen Ausklang überzuwechseln: Hal-le-lu-jah!

Die Nachhallzeit des Klavierhalls wird maßgeblich vom Resonanzboden des Klaviers bestimmt. Je stärker dieser den Saiten Energie entzieht, auch frequenzabhängig, umso kürzer die Nachhallzeit, also RT60. Eine Besonderheit von algorithmisch simuliertem Klavierhall ist dessen präzise, z.B. Halbton für Halbton bestimmbare Nachhallzeit, die an einen Terz-Equalizer erinnern soll. Allerdings scheinen mir die Verfechter des Klavierhalls hierbei die Obertonanregungen übersehen zu haben ...

Womöglich steht und fällt Klavierhall mit der verwendeten Stimmung, nicht wahr?

Richtig. Aber Vorsicht: ein weit verbreiteter Irrtum wäre beispielsweise, die Zahl der erzeugbaren "Raummoden" mit der Zahl der Klaviertasten gleichzusetzen. Zum einen gibt es beim Klavier in den höheren Lagen Doppel- und Dreifachbezüge, zum anderen lässt sich jede Saite nicht nur mit dem Grundton, sondern auch mit der 2...n-fachen Frequenz anregen.

Daraus folgt, dass die übliche Klavierstimmung für Klavierhall denkbar ungünstig ist. Nicht nur, weil alle höheren Oktaven bereits redundant wären, sondern auch, weil eventuell vorhandene Mehrfachbezüge nutzlos unisono schwingen würden. Man sollte also jede Stimmung meiden, bei der die kostbaren höheren Saiten für Spektrallinien vergeudet werden, die ohnehin bereits von den Harmonischen tiefer gestimmter Saiten "erledigt" sind.

Und was ist beim QRS-Algorithmus grundsätzlich anders als bei Klavierhall?

Obwohl unsere QRS-Raummodelle ebenfalls auf dem optimierten Zusammenspiel einer Vielzahl von Resonatoren beruhen, funktioniert deren Stimmung grundsätzlich anders als die von Klaviersaiten. Die "Intonation" beim QRS passt besser zu einem ganz wesentlichen Qualitätskriterium für reale Räume, welches mit "Zahl der Resonanzlinien pro Hz Bandbreite" beschrieben wird.

Ein weiterer fundamentaler Unterschied sind die charakteristischen, langen Laufzeiten innerhalb des QRS-Algorithmus. Während beim Klavierhall alle zeitlichen Bezüge innerhalb einer Tonsequenz verloren gehen, bietet der QRS-Algorithmus eine Vielzahl von "eingebauten Samplern", die Triller und ähnliche Tonfolgen in ihrer zeitlichen Abfolge aufzeichnen können, um diese dann im Verlauf der Hallfahne als wild durcheinander wirbelnde Sequenzen wieder abzuspielen.

Bisher wurde das Thema "Rückwurfdichte" noch ausgespart. Wie sieht es damit aus?

Die extrem kurze Länge der Saiten von höchstens 2 Metern führt beim Klavierhall zu außerordentlich hohen Rückwurfdichten, die typisch für sehr kleine Räume wären. Selbst die Umspinnung macht aus Klaviersaiten noch keine Hallspiralen, da die Windungen durch den Saitenkern quasi "kurzgeschlossen" sind.

Doch auch bei den QUANTEC-Raummodellen sind derart extreme Rückwurfdichten problemlos erreichbar. Man muss nur auch dort mit vergleichbaren Schalllaufzeiten arbeiten, wie dies die Klaviersaiten bieten.

Ausgerechnet die extrem kurzen Schallaufzeiten von Klaviersaiten zu imitieren scheint mir aber nur bedingt sinnvoll, da beim QRS-Algorithmus mit derart unüberlegten Vorgehensweisen beispielsweise dessen "Trillerbonus" gekappt wäre. Musikalisch hochwertige Räume haben gleichzeitig eine hohe Eigenresonanzdichte und lange Laufwege und eine hohe Rückwurfdichte; da kann Klavierhall nicht mithalten.

Genau dieser Spagat scheint mir mit den QUANTEC-Raummodellen dagegen unvergleichlich kompromisslos gelungen zu sein.

Danke.

www.quantec.com/?id=faq059
Jan 2011, aktualisiert Jul 2011

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060 Offenbar gibt es außer beim 8-kanaligen 2498 keinen Parameter "Predelay". Dies ist doch ein ganz wichtiger Parameter beim Hall - hat QUANTEC den vergessen?

Offenbar gibt es außer beim 8-kanaligen 2498 keinen Parameter "Predelay". Dies ist doch ein ganz wichtiger Parameter beim Hall - hat QUANTEC den vergessen?

Was Sie suchen heißt bei allen Yardsticks mit Stereoeingang "Postdelay". Dahinter steckt, dass ein klassisches Predelay im Surroundbetrieb redundant wäre, da zwischen den verschiedenen Surround-Ausgängen ohnehin eine zeitliche Delay-Staffelung explizit definiert wird. Ein von Ihnen gewünschtes extra Predelay packen Sie einfach auf die ohnehin vorhandenen Postdelays mit drauf.

Ich brauche aber gar kein Surround.

Bei Yardsticks mit Stereoausgang ist der Ansatz noch einfacher: es ist völlig egal, ob das von Ihnen gewünschte zweikanalige extra Delay vor oder hinter dem Yardstick platziert wird. Damit Presets zwischen den verschiedenen Geräten kompatibel bleiben, haben wir "Postdelay" (als Begriff und Funktionalität) auch bei den reinen Stereovarianten beibehalten. Im praktischen Betrieb (»Kette linearer Vierpole«) führen Predelay oder Postdelay zum selben Ergebnis: der Hall startet später.

Und weshalb bietet der 2498, und nur dieser, neben "Postdelay" nun doch auch explizites "Predelay"?

Weil der 2498 als Alleinstellungsmerkmal eine echte Tiefenstaffelung innerhalb des simulierten Raums ermöglicht. Im Gegensatz zu der Surround-Abnahme basiert die Tiefenstaffelung auf einer zeitverzögerten Zuspielung individueller Stereo-Paare in den Hallraum. Abgesehen vom eingespielten Material unterscheiden sich diese Stereo-Zuspielwege in Bandbreite, Modenverteilung, und eben im Predelay.

Vielleicht hilft der folgende Merksatz bei der Umstellung des Blickwinkels:

Predelay dient der Tiefenstaffelung - Postdelay spannt das Surround-Zelt auf

www.quantec.com/?id=faq060
Feb 2011

Kategorie: Total FAQ, Presales, Tonmeister, Room Simulation
Ansprechpartner: Wolf
Frage gestellt von: Ralph K.
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061 Weshalb duldet QUANTEC keine Veröffentlichungen von IR-Sammlungen, selbst wenn diese nicht auf Gewinn ausgerichtet sind?

Weshalb duldet QUANTEC keine Veröffentlichungen von IR-Sammlungen, selbst wenn diese nicht auf Gewinn ausgerichtet sind?

Weil gefaltete Raumsimulations-IRs von der Qualität her bei weitem nicht mit dem Original mithalten können (siehe FAQ 041).

Ein paar Abstriche würde ich aber gerne in Kauf nehmen - solange es nichts kostet ...

Unser Problem erklärt sich u.a. mit den im Markt untergebrachten Stückzahlen. Bei Wettbewerbsgeräten der $500-Klasse sind wesentlich mehr Originalgeräte unters Volk gebracht worden als bei QUANTEC. Bei erschwinglichen Preisen für jedermann gilt als Qualitätsmaßstab das überall leicht zu beschaffende Originalgerät. Folglich ist das Interesse an zweifelhaften IR-Sammlungen, die das Original ersetzen sollen, begrenzt.

Und bei QUANTEC?

QUANTEC-Geräte sind vergleichsweise teuer und daher selten, so dass viele angebliche Erfahrungen gar nicht aus erster Hand stammen können. Gerade im Zusammenhang mit unseren Produkten stoßen wir regelmäßig auf Forumsbeiträge, in denen behauptet wird, dass "ein Yardstick auch nicht wesentlich transparenter oder räumlicher klingt als ein Billiggerät von MXR oder Behringer."

Hakt im Verlauf des Threads ein sichtlich irritierter echter QUANTEC-User nach, ob denn vom mittlerweile veralteten Yardstick-Modell 2402 aus 1997, oder der aktuellen 249x-Yardstick-Serie die Rede sei, dann wird oft kleinlaut zugegeben, lediglich "Yardstick-IRs von xyz heruntergeladen, und im Faltungshall-Plug-in ausprobiert zu haben."

So wird zum Qualitätsvergleich ein minderwertiges Plagiat eines uns unbekannten Anbieters herangezogen, was zu einem aus der Luft gegriffenen, in der Praxis völlig haltlosen Fehlurteil führen muss. Die einzige Brücke zum Original besteht in gerade mal zwei (von mehreren hundert) aus dem Zusammenhang gerissen QUANTEC-IRs, die in gewissen Kreisen als "95% Original" angepriesen werden. Wir wollen ja nicht abstreiten, dass zumindest in der Hallfahne ein Quentchen QUANTEC mitschwingt. Wer allerdings weniger als 1 Prozent aller IRs, nämlich nur jene für 100% links und 100% rechts berücksichtigt, dem wird die sprichwörtliche QUANTEC-Räumlichkeit zwangsläufig total zusammenbrechen.

Hätte sich unser Originalgerät-Anwender nicht in den Thread eingemischt, dann wäre dieser Blödsinn über Jahre öffentlich stehen geblieben - welch' ein Imageschaden für uns ...

Daher unser Credo: QUANTEC ist nur drin, wenn's auch auf dem Gehäuse steht.

www.quantec.com/?id=faq061
Mar 2011

Kategorie: Total FAQ, Presales
Ansprechpartner: Wolf
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062 In Internetforen werden dem Bricasti M7 immer wieder Superlative attestiert wie "der Audioprozessor mit der mit Abstand höchsten Rechenpower im bekannten Teil des Universums" ...

In Internetforen werden dem Bricasti M7 immer wieder Superlative attestiert wie "der Audioprozessor mit der mit Abstand höchsten Rechenpower im bekannten Teil des Universums." Kann Quantec so etwas unangefochten stehen lassen?

Natürlich nicht - obwohl Bricasti sechs Dual-Core BlackFin-DSPs verwendet, die mit 600 MHz getaktet werden. Alle zusammen ergeben auf den ersten Blick gigantische 14,4 GigaMACs/sec. Dennoch ...

Was denn?? - Versuchen Sie doch einfach, sich mit dem supergalaktischen Vorsprung Ihres Wettbewerbers abzufinden! - Wie Sie sicherlich auch schon gelesen haben: "the M7 has more power than a battleship!"

Wieder jener Verhaltenscocktail aus Hype, Halbwissen, Pseudoargumenten und Marketing-Bluff. Ich bin mir im Moment gar nicht mehr sicher, ob ich Ihnen überhaupt etwas anvertrauen soll. Denn durch ein Leck bei der Veröffentlichung unbequemer Wahrheiten läuft man in Zeiten wie diesen Gefahr, bisweilen sexuelles Fehlverhalten oder dubiose Gasgeschäfte angedichtet zu bekommen ...

Tschuldigung! - Ich behalte es für mich! - Versprochen!

Danke! - Also, es geht los: In einer Stadt irgendwo in Massachusetts liegt noch heute, sorgfältig vom Rest der Welt abgeschottet, eine Leiche in einem Keller, die von mächtigen Marketingstrategen und Heerscharen willfähriger Zombies in sämtlichen sozialen Netzwerken dieser Welt konsequent totgeschwiegen wird ...

Eine Leiche im Keller? - Das hört sich ja aufregend an ...

Halten Sie sich jetzt gut fest: der in diesem angeblichen "Schlachtschiff" sechsfach verbaute BlackFin ist ein 16-bit Prozessor! - Deshalb diese beeindruckenden Benchmark-Zahlen. Schnell aber schmalbrüstig; das "PMPO der digitalen Signalverarbeitung". Jeder einzelne dieser BlackFins bietet zwar vier flotte Hardware-Multiplizierer auf dem Chip, doch die können einzig und allein 16x16 bit !!! - Meinetwegen trotzdem ein Schlachtschiff, aber eines, das durch 6 hochtourig heulende Außenbordmotoren vorwärts bewegt wird.

Um Himmels willen! - 16 bit Audio ist doch verstaubte Uralt-Technologie aus den 80er-Jahren. Solcherlei Antiquitäten sind längst ausgestorben für professionelle Audioanwendungen, alleine schon wegen der heute üblichen digitalen Ein- und Ausgänge mit 24 bit.

Nicht notwendigerweise, denn 16-bit DSPs sind mittlerweile aberwitzig schnell. Der Schlüssel, mit dem es eben oftmals doch geht, heisst "double precision". Also eine Software-Funktion, die den 32-bit Job auf mehrere 16-bit Jobs aufspaltet. Quasi ein für die zu bewältigende Aufgabe optimal dimensioniertes Untersetzungsgetriebe: Drehzahl runter, Drehmoment rauf. Aber auch hier gilt selbstverständlich der Energieerhaltungssatz ...

Folglich hätten wir nurmehr die Hälfte der Performance, also 7,2 GigaMACs/sec. Das wäre doch immer noch gigantisch!

Nein, nicht die Hälfte! - So wörtlich war das jetzt nicht gemeint mit dem Energieerhaltungssatz. Bei "double precision" mit 32x32 bricht die Performance auf 1/10 ein, denn es kommen eine ganze Reihe zusätzlicher Operationen hinzu.

Das behaupten Sie jetzt einfach so! - Gibt es dafür eine nachvollziehbare Quelle?

Natürlich! - Googeln Sie nach der Analog Devices "Engineer To Engineer Note EN-186" mit dem Titel: "Extended-Precision Fixed-Point Arithmetic on the Blackfin Processor Platform" - dort ist die Vorgehensweise ausführlich beschrieben. Wobei es durchaus auch kritische Stimmen zu diesem Ansatz gibt:

I really think that application note EE-186 is wishful thinking on ADI's part in order to try to sell its Blackfin processor to audio folks. The Blackfin looks like a great 16-bit DSP, but for high resolution audio work I think a better choice would be a DSP that has native 32-bit arithmetic.

Könnten Sie das Papier für den Leser kurz zusammenfassen?

Anhand eines Beispiels mit Dezimalzahlen lässt sich das Verfahren skizzieren. Stellen Sie sich im folgenden Beispiel hinter jeder Dezimalziffer (2, 3, 4 und 5) jeweils ein 16-bit Wort vor.

Schritt #

Hunderter

Zehner

Einer

DSP-Zyklen

Teilprodukte ermitteln:

1

-

-

3 x 5 = 15

1

2

-

-

3 x 4 = 12

1

3

-

-

2 x 5 = 10

1

4

-

-

2 x 4 = 8

1

Teilprodukte an die richtige Dezimalstelle schieben:

5

-

-

15

0

6

-

120

-

1

7

-

100

-

1

8

800

-

-

1

Teilprodukte aufaddieren:

9-11

800+

100+120+

15

3

-

Ergebnis 23 x 45 = 1035

Total 10

 

 

 

Aufgabe

 

Errechne 23 x 45 mit einem Multiplizierer, der nur einstellige Dezimalzahlen verarbeiten kann ...

Auf diese Weise bleiben, bei 32 bit Fixkomma-Zielvorgabe und emulierten 32x32 MACs, von den beeindruckenden 6 DSPs des M7 effektiv gerade mal 0,6 DSPs übrig. Damit landen wir bei 1440 MegaMACs/sec; zugegebenermaßen nach wie vor ein respektabler Wert.

Reicht denn 32-bit Fixkomma für professionelle Audioalgorithmen überhaupt aus?

Abgesehen von einigen Sonderfällen wie parametrische Equalizer mit IIR-Filtern genügen 32 bit Fixkomma locker für die meisten Audio-Algorithmen, wie z.B. für Chorus, Flanger, Delays, Kompressoren und FIR-Filter.

Wären 32 bit und 1440 MegaMACs/sec auch für das QUANTEC-Raummodell ausreichend?

Nein, knapp daneben! - Dieses überraschend facettenreiche Thema wird in FAQ 064 ausführlich und in allen Aspekten behandelt.

Jetzt erkenne ich, wie die DSP-Leistung des M7 mit steigenden Dynamikanforderungen und genaueren Koeffizienten drastisch einbricht. Vielleicht wäre es denkbar, im Einzelfall diese Abhängigkeiten gegeneinander auszuspielen. Gibt es hierzu nähere Unterlagen?

Hier ein Diagramm, in dem die dramatische Ausdünnung der für die Audioanwendung verbleibenden DSP-Leistung des M7 (rot) bei erhöhten Anforderungen an Dynamik und Genauigkeit ersichtlich ist. Beachten Sie im Vergleich dazu die charakteristische Konstanz (blau) des Gleitkomma-DSPs beim 249x. Genaue Zahlen dazu finden sich in FAQ 064.

Wohlgemerkt: hier treten 6 DSPs (rot) gegen einen einzigen DSP (blau) an. Sobald die Ansprüche eines Audio-Algorithmus höher sind als der Mainstream (die beiden Graubalken mit der schwarzen Schrift), braucht sich unser grundsolider Gleitkomma-DSP nicht hinter dem "6-motorigen Schlachtschiff" zu verstecken - ganz im Gegenteil.

Dann bleibt vernünftigerweise für anspruchsvolle Audio-Algorithmen tatsächlich nur Gleitkomma ...

Eigentlich schon! - Die außergewöhnlich hohen Dynamikanforderungen beim QUANTEC-Raummodell sind der wesentliche Grund, weshalb der Yardstick mit einem hochwertigen Gleitkomma-DSP ausgestattet wurde. Das 32-bit Gleitkommaformat nach IEEE 754 bietet bei vertretbarem Aufwand eine gigantische Audio-Dynamik, die bei Fixkomma erst mit Wortlängen von 256 bit erreicht wäre. Und zwar in einem einzigen Maschinenzyklus, also hocheffizient.

Fazit?

Kommt ein Algorithmus mit 32 bit aus, dann liefern die sechs 16-bit Prozessoren des M7 trotz allen Ausbremsens durch Double-Precision noch immer respektable 1440 MegaMACs/sec; immerhin der 2,4 fache Durchsatz im Vergleich zum Yardstick.

Reicht jedoch, wie beim QUANTEC-Raummodell, Double-Precision mit 32 bit nicht mehr aus, dann macht es angesichts der Architektur des M7 kaum noch Sinn, auf ein Fixkomma-Format mit Triple-Precision umzusteigen. Wer, anstatt den Algorithmus abzuarbeiten, nahezu 96% seiner Zeit mit sich selbst beschäftigt ist, dem geht selbst mit Respekt einflößenden 6 DSPs allmählich die Luft aus.

In solchen Szenarien kann die modernere Gleitkomma-Architektur des Yardsticks ihre Stärken souverän ausspielen: besserer Durchsatz gegenüber M7, einfachere Programmierung, superkleine Bauform, und nicht zuletzt ein wesentlich geringerer Energieverbrauch, wodurch sich eine aktive Kühlung (»Staubsaugergeräusch«) erübrigt.

www.quantec.com/?id=faq062
Okt 2011, aktualisiert Dez 2011

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063 Wo steht der Yardstick im Vergleich zum Wettbewerb beim Energiebedarf?

Wo steht der Yardstick im Vergleich zum Wettbewerb beim Energiebedarf?


Foto: Björn Schwarz / pixelio.de

 

Weshalb sticht das M7 bei 2in/6out so extrem heraus?

Weil für einen Surroundbetrieb drei M7-Geräte kaskadiert werden müssen.

Handelt es sich bei den dargestellten Werten um Wirk- oder Scheinleistung?

Leider konnten wir bei unseren Recherchen nicht klären, ob unsere amerikanischen Kollegen bei ihren Angaben auf die Wirkleistung oder die Scheinleistung abzielen. Uns erscheint seltsam, dass die Amerikaner die Einheit Watt (Wirkleistung: Geräteabwärme, Stromzählerdrehzahl) benutzen, während in Europa im Wechselstromnetz die Einheit VA (Scheinleistung: Geräteabwärme, Kabelerwärmung, Stromnetzbelastung) üblich ist.

Bei den von QUANTEC auf den 249x-Rückwänden und in den technischen Daten genannten Leistungsangaben handelt es sich stets um die Scheinleistung in VA. Unter Berücksichtigung des bei unseren Geräten gemessenen Leistungsfaktors von 0,59 wären unsere vollständigen Werte:

Typ

2492

2493

2496

2498

Einheit

Wirkleistung

8,3

10,6

8,9

11,8

Watt

Scheinleistung

14

18

15

20

VA

 
Man erkennt deutlich, dass Leistungsangaben in Watt die Verbrauchswerte erheblich vorteilhafter erscheinen lassen. Wir wären bezüglich der amerikanischen Geräte sehr dankbar für sachdienliche Hinweise aus der Leserschaft.

Bei einem Leistungfaktor von 1,0 würden folglich beide Wertangaben verschmelzen. Dazu wäre allerdings eine Leistungsfaktorkorrektur nötig, die bei Leistungen unter 75 Watt weder vorgeschrieben noch üblich ist.

Jetzt ist mir auch klar weshalb Bricastis einen Lüfter brauchen ...

Tatsächlich?

www.quantec.com/?id=faq063
Mar 2011, illustriert Jul 2011

Kategorie: Total FAQ, Presales, Maintenance, Operation
Ansprechpartner: Gustl
Frage gestellt von: Angela Merkel
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064 Wäre es denkbar, das QRS-Raummodell auf den Bricasti M7 zu portieren?

Wäre es denkbar, das QRS-Raummodell auf den Bricasti M7 zu portieren?

Nein! - Die Dynamik der im M7 verbauten 16-bit Prozessoren reicht bei weitem nicht aus.

Es wäre aber mit vertretbarem Aufwand möglich, die 6 BlackFins softwaremäßig in einem "double precision" Modus zu betreiben, der bei 32 bit Wortlänge immerhin noch 10% des ursprünglichen 16-bit-Durchsatzes zur Verfügung stellt (siehe Analog Devices EN-186).

Das ist richtig. Doch dieses Konzept verheizt, wie Sie schon erwähnt haben, 90% der Rechenleistung. Die müssen Sie erst mal aus dem Gehäuse schaufeln ...

1440 MegaMACs/sec bei 32x32 sollten aber im Prinzip ausreichend sein, oder?

Der Flaschenhals liegt nicht im Durchsatz, sondern darin, dass das 32-bit Fixkomma-Format für das QRS-Raummodell nicht ausreicht. Für die korrekte Verarbeitung der erheblichen Resonanzüberhöhungen, die durch "stehende Wellen" an vielen Stellen innerhalb des simulierten Raumes zwangsläufig entstehen, ist ein raumübergreifender Headroom von mindestens 12 bit nötig.

Wenn die Audio Ein- und Ausgänge, wie heute üblich, 24 bit Wortlänge aufweisen, brauchen wir beim QRS-Algorithmus intern also mindestens 36 bit. Dazu kommen weitere 8 bit Headroom für die frequenzabhängige Nachhallzeit. Also: wenn schon Fixkomma, dann sollten dem QRS-Raummodell mindestens 44 bit zur Verfügung stehen.

Dann biete ich Ihnen Triple-Precision: 436 MegaMACs/sec bei 48x48.

Leider wieder daneben, diesmal beim Durchsatz!

Konzept

Dynamik

Durchsatz

DSP-Maschinenzyklen

Flaschenhals

QRS-Raummodell

44 bit

600 MegaMACs/sec

für BlackFin Extended Precision

-

 

x

->

Σ0..31

Σ32..63

tot

M7 16x16 native

16 bit

14,4 GigaMACs/sec

1

nicht zutreffend

1

Dynamik

M7 32x32 ext.prec.

32 bit

1440 MegaMACs/sec

4

3

3

0

10

Dynamik

M7 48x48 ext.prec.

48 bit

436 MegaMACs/sec

9

8

8

8

33

Durchsatz

M7 64x64 ext.prec.

64 bit

236 MegaMACs/sec

16

15

15

15

61

Durchsatz

249x Floating Point

256 bit

600 MegaMACs/sec

1

nicht zutreffend

1

ok

 

Da offenbar ein mit der "Double-Precision"-Funktion aufgebohrtes BlackFin-Rechenwerk das QRS-Raummodell geschwindigkeitsbedingt allenfalls mit 32x32 Fixkomma schafft, muss wohl abgespeckt werden. An welchen Stellen wären dann Einschränkungen zu befürchten?

Ich spreche hier ausschliesslich für das QRS-Raummodell, da ich keinerlei Einblick in die Algorithmen von Bricasti habe. Jedenfalls wäre der Headroom, bei 32 bit intern im Algorithmus und 24 bit an den Ein- und Ausgängen, nurmehr 8 bit, was völlig unzureichend wäre.

Wo genau müsste man Abstriche machen, um das QRS-Raummodell dennoch in den 32 bit unterbringen zu können?

Als erstes müssten Sie sich von den bei QUANTEC seit jeher selbstverständlichen, über der Frequenzachse gleitenden Nachhallzeiten verabschieden. Stattdessen wird, wie bei vielen Wettbewerbern üblich, das Audiosignal über eine einstellbare Frequenzweiche auf drei Bänder aufgespalten, die bezüglich ihrer RT60 nach Bedarf abgestimmt werden. Jedem natürlichen Raum graut vor derlei Manipulationen, wir aber kämen mit diesem Trick von 44 auf 36 bit. Um die jetzt noch überschiessenden 4 Bits loszuwerden, könnten folgende Strategien erwogen werden:

  • Reduktion der Wortlänge an den Audioschnittstellen von 24 auf 20 bit
    (für Analog-I/O noch akzeptabel)

  • Verringerung der maximalen Nachhallzeiten auf jeweils 1/16,
    also z.B. bei 1E4 von 20 sec auf 1,25 sec

Möglich wäre auch eine Kombination beider Strategien, z.B. 22 bit und 5 sec.

All die genannten Kompromisse sind für mich inakzeptabel - was bleibt dann noch?

Vielleicht Mixed-Precision - hier verschiedene Ansätze im Vergleich:

Konzept

Dynamik

Durchsatz

DSP-Maschinenzyklen

Flaschenhals

QRS-Raummodell

44 bit

600 MegaMACs/sec

für BlackFin Extended Precision

-

 

x

->

Σ0..31

Σ32..63

tot

M7 16x16 native

16 bit

14,4 GigaMACs/sec

1

nicht zutreffend

1

Dynamik

M7 32x16 ext.prec.

32 bit

3600 MegaMACs/sec

2

1

1

0

4

Dynamik

M7 48x32 ext.prec.

48 bit

686 MegaMACs/sec

6

5

5

5

21

ok

M7 64x48 ext.prec.

64 bit

320 MegaMACs/sec

12

11

11

11

45

Durchsatz

249x Floating Point

256 bit

600 MegaMACs/sec

1

nicht zutreffend

1

ok

 

Oha: M7 grün und ok bei 48x32; also doch noch nicht verloren?

Nein! - Aber in der Tat ist der viel gehypte "König der Audio-DSPs" nur um Haaresbreite an einer Peinlichkeit vorbei geschrappt: der M7 ist eben nicht um Größenordnungen leistungsfähiger als jeder andere Audio-Signalprozessor am Markt, sondern liegt bezüglich des QRS-Raummodells, trotz der geballten Ladung von 6 Signalprozessoren, lediglich in einem einzigen, ziemlich exotischen Betriebsmodus grade mal 14% über dem Yardstick. In jedem anderen Modus scheitert er am QRS-Raummodell. Bezüglich des in der Audiotechnik insbesondere bei IIR-Filtern und Equalizern populären 48x48-Modus wäre der Yardstick sogar 38% schneller als der M7.

Immerhin, jetzt kennen wir also einen Trick, mit dem der Bricasti M7 (mit seinen 6 DSP) doch noch knapp am Yardstick 249x (mit nur einem einzigen DSP) vorbeizieht. Sie müssen aber zugeben, dass ein Mixed-Mode mit 48x32 doch etwas ziemlich konstruiertes, exotisches und programmiertechnisch sperriges ist ...

Und im Vergleich dazu der Yardstick?

Der DSP des Yardsticks liefert für das QRS-Raummodell ausreichende 600 MegaMACs/sec, und zwar ganz ohne Verrenkungen, mit einem luxuriösen Gleitkomma-Rechenwerk, welches sehr viel organischer zum gesamten Spektrum der in der professionellen Audiotechnik vorkommenden Signale passt.

Jetzt mal Klartext: könnte sich QUANTEC in einer mehr oder weniger fernen Zukunft das QRS-Raummodell auch auf dem Bricasti M7 vorstellen?

Nein! - Im Gegensatz zum Yardstick hat der M7 keine Möglichkeit, ihm Plug-ins von "Drittherstellern" unterzuschieben. Man müsste also Quantec-Tafelsilber und Bricasti-Tafelsilber auf irgend eine Weise in deren EPROM ineinander flechten, was aus Geheimhaltungsgründen für beide Seiten wohl absolut undenkbar wäre.

www.quantec.com/?id=faq064
Okt 2011, aktualisiert Dez 2011

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065 Weshalb gibt es bei der SAE ("School of Audio Engineering") keine QUANTEC-Geräte?

Weshalb gibt es bei der SAE (»School of Audio Engineering«) keine QUANTEC-Geräte?

Haben Sie jemals eine Fahrschule gesehen, die auf Maserati schult?

www.quantec.com/?id=faq065
Apr 2011

Kategorie: Total FAQ, Presales, Oddities
Ansprechpartner: Wolf
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066 Ein realer Hallraum mit Zuspiellautsprechern und Abnahmemikrofonen - das wär's doch, oder?

Ein realer Hallraum mit Zuspiellautsprechern und Abnahmemikrofonen - das wär's doch, oder?

Nicht wirklich! - Hallräume sind meist viel zu klein, und Mutter Natur lässt sich bezüglich der Raumgröße nicht täuschen. Es gibt bei Hallräumen eine ganze Reihe von Unzulänglichkeiten, die sich nicht mit Tricks wie z.B. Pre- oder Postdelay kompensieren lassen.

Die da wären?

Bei den in Hallräumen üblichen zwei Zuspiellautsprechern haben Sie nur zwei Raummodenspektren, heutzutage auch »IRs« genannt: ein Spektrum vom linken Zuspiellautsprecher, und ein Spektrum vom rechten Zuspiellautsprecher. Ein Orchester, genau wie eine Kirchenorgel, besteht aber aus einer Vielzahl von im Raum verteilten Schallquellen, die jede den Raum auf ihre höchst individuelle Weise anregt. Sprich: jedes Instrument und jede Orgelpfeife bringt eine eigene, ganz persönliche IR mit. Dies lässt sich nicht ohne weiteres mit 2 Zuspielkanälen und 2 IRs abbilden, und auch nicht mit z.B. ein paar mehr. Meinetwegen mit ein paar hundert IRs, und natürlich den dazugehörigen Echo-Send-Pfaden ...

Und weiter?

Hallräume haben meist ein relativ kleines Volumen. Jedenfalls sind sie unvergleichlich kleiner als z.B. Kirchen. Kleine Räume haben im Vergleich zu großen aber eine erheblich niedrige Modendichte (=Dichte der Raumresonanzen auf der Frequenzachse).


Photo: Henry Mühlpfordt / flickr.com

Da ein Raum aber nur an Resonanzstellen Hall ausbilden kann, gibt es bei kleineren Räumen viel mehr "Löcher" im Frequenzspektrum des Halls. Und das kann man deutlich hören als mehr oder weniger metallische Verfärbung, insbesondere bei schmalbandigen Klängen wie Choralmusik. Eine mit ungenügender Eigenresonanzdichte verhallte Sopran-Arie kann sogar regelrecht in den Ohren wehtun ...

Das war's dann aber, oder?

Nein, es geht weiter. Stellen Sie sich vor, Sie sitzen hinten auf der Kirchenempore an der Orgel und spielen einen Triller. Was macht der Triller? Er verbreitet sich im Raum. Betrachten wir nun einen jener Signalpfade, die vorne im Altarraum aufschlagen, dort reflektiert werden, und nach mehreren 100 Millisekunden wieder an Ihr Ohr zurückkommen; und zwar, warum auch nicht, nach wie vor trillernd. Erst die Summe einer Vielzahl verschieden langer Rückpfade verwischt und neutralisiert den Zeitfaktor, und macht aus den Trillern eine kontinuierliche Hallfahne. Doch die Moleküle der Hallfahne trillern weiterhin. Beim konzentrierten Hineinhören in die Hallfahne einer großen Kirche stechen die Triller auch immer wieder mal deutlich aus der Masse heraus; das gehört einfach dazu.

Bei kleinen Räumen wie einem Hallraum können sich die einzelnen Trillertöne wegen der jetzt viel zu kurzen Signalpfade nicht mehr sequenziell aufreihen; es fehlt quasi der "Sampling-Buffer" zur Aufnahme des Trillers. Die für die Lebendigkeit und für die räumliche Tiefe eminent wichtigen musikalischen Sequenzen können sich in kleinen Räumen, egal ob real oder digital, prinzipiell nicht ausbilden. Folge: im Vergleich zu einem real großen Raum reduziert sich bei gängigen Hallraumausmaßen die Räumlichkeit des akustischen Eindrucks ganz erheblich.

www.quantec.com/?id=faq066
Mai 2011

Kategorie: Total FAQ, Tonmeister, Room Simulation
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067 In Internetforen wird "der Yardstick" gelegentlich als "maßlos überteuert" im Vergleich zum Bricasti M7 bezeichnet. Was glauben Sie als Hersteller, wie es zu solchen Statements kommen kann?

In Internetforen wird "der Yardstick" gelegentlich als "maßlos überteuert" im Vergleich zum Bricasti M7 bezeichnet. Was glauben Sie als Hersteller, wie es zu solchen Statements kommen kann?

Zuallererst geht es bei einem Klangwerkzeug wie dem Yardstick darum, dass dessen Klang so natürlich ist, dass er selbst von einem geschulten Gehör in keinster Weise von einem realen Raum zu unterscheiden ist. Zudem kann man mit dem Yardstick, wie mehrere Journalisten in ihren Tests betonen, "Kompetenz kaufen", um sein Studio im Vergleich zum Wettbewerb einen großen Sprung nach vorne zu bringen (was alleine schon "unbezahlbar" ist). Letzlich gilt: wer nach dem Preis fragt, kann sich ein solches Gerät ohnehin nicht leisten.

Was den Sound angeht: am liebsten sind uns jene Kunden, die vor ihrer Kaufentscheidung den Yardstick im A/B-Vergleich gegen einen oder mehrere Wettbewerber antreten lassen. Denn bislang haben wir so gut wie jedes "Shootout" souverän gewonnen. Wir punkten nämlich immer dann, wenn echte Praxiserfahrung aus erster Hand geliefert wird ...

Der Yardstick ist also doch deutlich teurer als die Wettbewerber?

Nein, keinesfalls! - Wir können dieses Vorurteil nur damit erklären, dass so manchem Kommentator nicht nur der Blick (oder die Geduld) für das "große Ganze" fehlt, sondern dass jene "Möchtegern-Meinungsapostel" vor allem keinerlei praktische Erfahrungen aus erster Hand vorweisen können. Wie bei jeder professionellen Investition geht es um das Preis-/Leistungsverhältnis der Gesamtlösung, nicht um den niedrigen Einstiegspreis einer Teilfunktion. Gerade der hohe Nutzwert des Yardsticks wird in allen Testberichten der Fachpresse ausdrücklich herausgestellt.

Was meinen Sie mit "großen Ganzen"? - Wo hätte ICH Nutzen oder Einsparpotential?

Es geht um das serienmäßige Zubehör. Im Gegensatz zum Wettbewerb sind die Fernbedienungen beim Yardstick nämlich quasi "im Basisgerät eingebaut". Und Yardstick-Fernbedienungen werden auch nicht, wie üblich, mit einer Punkt-zu-Punkt-Verbindung ans Basisgerät angeschlossen. Bei unserem Ansatz haben Sie, unmittelbar nach dem Auspacken und Einstöpseln beim nächstgelegenen Ethernet-Switch, sofort im ganzen Haus Yardstick-Fernbedienungen, auch mehrere gleichzeitig. In naher Zukunft sogar, mit einem vergleichbaren Konzept, an allen Arbeitsplätzen Total Recall und Dynamische Automation.

Sie sparen also mehrere tausend €uro, da Kosten für ICONs, LARCs und M10s komplett entfallen (evtl. sogar mehrfach). Installationen an den einzelnen Arbeitsplätzen (z.B. Software oder Kabel) sind unnötig, denn Sie profitieren von der in Ihrem Studio oder Funkhaus ohnehin bereits verlegten Ethernet-Infrastruktur (inklusive Laptops, Netbooks und Tablets mit WiFi/WLAN). Ergänzt durch den wohl an jedem Arbeitsplatz zu allererst installierten Internet-Browser.

www.quantec.com/?id=faq067
Okt 2011, aktualisiert Mar 2012

Kategorie: Total FAQ, Presales, Maintenance, Operation
Ansprechpartner: Sales
Frage gestellt von: Vertriebsmannschaft
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068 Wieviele Presets hat eigentlich der Yardstick?

Wieviele Presets hat eigentlich der Yardstick?

Beim Plug-In mit der Bezeichung 'QRS' in der Version 3.1 gibt es 70 Hersteller-Presets. Bei zukünftigen Plug-Ins mit anderen Funktionen oder Effekten könnte dies aber ganz anders sein.

Alle Yardsticks mit 2 Eingangskanälen bieten 15 Banks, der 2498 dagegen 63 Banks. In jeder Bank kann ein Plug-In beliebiger Funktionalität (gleich oder verschieden) installiert werden, das jeweils seine eigenen Presets mitbringt.

Das 'QRS' Plug-In hat in der Version 3.1 250 Anwender-Presets pro Bank. Folglich gibt es bei einem voll ausgestatteten Yardstick mit 15 installierten QRS-Instanzen 3750 Presets, während ein mit 63 QRS-Instanzen konfigurierter 2498 dementsprechend 15750 Presets bietet.

Werden die 250 Presets einer Bank (en block oder einzeln) per Browser und Ethernet auf den PC ausgelagert, dann ist die Zahl der Presets unbegrenzt.

Kann man die Presets selber benennen?

Ja, sowohl durch "Kurbeln" an der Gerätefrontplatte, als auch - viel komfortabler - am Webbrowser.

Wieviele Zeichen habe ich für den Namen?

8 Zeichen.

Sind so wenig Zeichen nicht etwas unübersichtlich, insbesondere am PC?

Das Nadelöhr ist das für 1HE doch recht beschränkten Frontplattendisplay. Auf dem wollen wir wichtigeres darstellen als lange Namen. Wir empfehlen, am PC für jedes Archiv und für jedes Projekt ein eigenes Verzeichnis zu erstellen.

Ich weiss nicht ...

Sie haben möglicherweise übersehen, dass wir jeden Kunden-Preset beim Abspeichern automatisch mit Datum und sekundengenauer Uhrzeit versehen. Betrachten Sie diesen Zeitstempel, der am Frontplattendisplay und im Browser prominent angezeigt wird, als Bestandteil des Namens. Mit anderen Worten: ganz ohne Eingabe eines neuen Namens bekommen Sie bei jedem gespeicherten Anwenderpreset automatisch einen individuellen Zeitstempel, der Ihren Preset selbst bei lauter identischen Namen unverwechselbar macht. Mit Hilfe Ihres Studiotagebuches können Sie so noch nach Monaten einen "verirrten" Preset jederzeit wieder einer bestimmten Session zuordnen.

Übrigens sind die Dateinamen am PC sehr viel länger, da wir neben dem Zeitstempel auch noch eine ganze Reihe Umgebungsvariablen in den Dateinamen packen. Dazu gehört der vom Kunden vergebene Gerätenamen, der Name des Plug-Ins, von dem der Preset kommt, und noch einiges mehr.

www.quantec.com/?id=faq068
Jun 2011

Kategorie: Total FAQ, Presales, Preset Management, Operation
Ansprechpartner: Gustl
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069 Wie hoch ist eigentlich die Eigenresonanzdichte beim QUANTEC-Raummodell?

Wie hoch ist eigentlich die Eigenresonanzdichte beim QUANTEC-Raummodell?

Dies hängt selbstverständlich stark von der eingestellten Raumgröße ab, außerdem von der Komplexität des verwendeten Raummodells. Sie liegt aber in vergleichbarer Größenordnung wie bei realen Räumen.

Konkret?

Gestatten Sie mir bitte, Ihre Frage zunächst anhand eines Zahlenbeispiels zu konkretisieren.

Jeder Raum kann bekanntlich nur auf jenen Frequenzen Hall ausbilden, bei denen Raumresonanzen (»Moden«) zur Verfügung stehen. Je weniger Nutzsignal "durchs Raster fällt", desto verfärbungsärmer klingt der Hall.

Eine rückgekoppelte Delayline von 1 sec hat eine Eigenresonanzdichte von 1 Hz. Sie kann also Hall ausbilden z.B. bei 98, 99, 100, 101, 102 Hz. Hätte die Delay-Schleife lediglich 0,1 sec, dann wäre deren Eigenresonanzdichte 10 Hz, also z.B. 80, 90, 100, 110, 120 Hz. Würden wir nun aber 10 Schleifen mit durchschnittlich (nicht exakt) 0,1 sec parallel betreiben, die so clever dimensioniert wären, dass die Eigenresonanzen jeder Schleife in die Lücken der anderen fallen, dann hätten wir wiederum eine Dichte von im Mittel 1 Hz.

Worauf ich abziele: um die Eigenresonanzdichte eines Hallgeräts in erster Näherung abzuschätzen, muss man lediglich alle im Algorithmus eingebauten Delaylines aufsummieren, und davon dann den Kehrwert bilden.

Übrigens: in Zeiten, als RAM noch richtig teuer war, genügte meist ein flüchtiger Blick auf die Speicherchips, um die Eigenresonanzdichte eines Hallgeräts abzuschätzen.

Wenn ich Sie richtig verstanden habe, dann schraube ich beispielsweise den Vintage-QRS auf, finde dort Speicherchips mit 64 kWords, und komme bei dessen Abtastrate von 20 kHz auf etwas über 3 sec. Also liegt die Eigenresonanzdichte des Vintage-QRS bei etwa 0,3 Hz.

Richtig! - Aber Vorsicht, dies gilt nur für die maximale Raumgröße 106m3. Je kleiner die Räume, umso größer werden die Lücken auf der Frequenzachse, und umso metallisch verfärbter klingt dann der Hall.

Wo müsste ich eigentlich ansetzen, um bei einem Badezimmer die Verfärbung weg zu bekommen?

Die Eigenresonanzdichte erhöhen oder, anders gesagt, mehr Delaylines einbauen. Wie bereits oben anhand der Schleifen vorgerechnet: wenn ein 3 m großes Badezimmer keine längeren Delays als 10 ms hergibt, dann können Sie versuchen, die Zahl der parallel laufenden Delaylines zu erhöhen, und deren Laufzeiten von gleichförmigen 10 ms kontrolliert wegzubiegen. Letztendlich führt dies zu den bekannten Hallräumen, bei denen mit schiefen Decken und Wänden sowie mit Diffusoren versucht wird, möglicht viele unabhängige Delaylines in ein vorgegebenes Volumen zu packen.


Photo: Henry Mühlpfordt / flickr.com

Ich sollte vielleicht noch erwähnen, dass diese Strategie zwar die Verfärbung reduziert, aber selbst mit Pre- oder Postdelay aus einem kleinen Hallraum keine Kirche zaubern kann. Hierfür "tragen" Delays von 10 ms einfach nicht weiträumig genug; außerdem fehlt diesen kleinen, viel zu wendigen Hallräumen die mit großen Kirchen assoziierte Behäbigkeit.

Jetzt aber zu den Fakten!

Beim QRS-Raummodell COMPLEX und Raumgröße 106 liegt die Summe aller ineinander verschachtelten Delays bei knapp 50 sec - woraus sich per Kehrwert eine Eigenresonanzdichte von 0,02 Hz errechnet. Dies ist 15x dichter als beim Vintage-QRS. Sie können die Verbesserung deutlich hören beim Klavier-Soundclip 010, der die beiden Diffussignale unmittelbar gegenüberstellt.

Eine Eigenresonanzdichte von 0,02 Hz ist unbestritten sensationell; wie aber sieht es bei kleineren Räumen aus?

Bei kleineren Raumgrößen reduziert sich die Eigenresonanzdichte in erster Näherung mit der dritten Wurzel der Raumvolumina. Man könnte auch sagen: linear mit der Kantenlänge.

Bei einem Rückbau von 106 auf 104 also um den Faktor 5. Folglich von 0,02 Hz auf 0,1 Hz, was rein verfärbungstechnisch nach wie vor ein sehr guter Wert wäre.

Bisher war nur vom rechenintensivsten COMPLEX-Raummodell die Rede. Reduziert sich die Eigenresonanzdichte möglicherweise bei MEDIUM und SIMPLE?

Allerdings! - Bei MEDIUM halbiert sich die Eigenresonanzdichte, bei SIMPLE nochmal. Für 104 hätten wir folglich 0,2 Hz bei MEDIUM und 0,4 Hz bei SIMPLE.

Im Vergleich dazu hätte der Vintage-QRS aus dem Jahre 1982 bei 104 etwa 1,2 Hz, könnte quasi als "⅓ SIMPLE" umetikettiert werden. So erklärt sich auch unser Rückbezug auf den Originalalgorithmus von 1982, der bezüglich Grundstruktur und Klangcharakter zwar weiter lebt, heutzutage aber eine drastisch verbesserte Eigenresonanzdichte aufweist (und zudem viele neue Parameter).

Gibt es eigentlich in der Fachliteratur irgendwelche Mindest- oder Richtwerte?

Bei Schröder und Kutruff, den frühen Pionieren des Digitalhalls (Universität Göttingen, um 1960), wird ein Zielwert von 1 Hz genannt. Dies entspricht beim Vintage-QRS in etwa der Raumgrößeneinstellung 1E4, also beispielsweise einem Konzertsaal (10000m3).

Im Vergleich dazu schafft das aktuelle SIMPLE-Raummodell die anzustrebende Eigenresonanzdichte von 1 Hz bereits im Rahmen eines großen Klassenzimmers (500m3), während unser Flaggschiff COMPLEX die 1Hz-Zielvorgabe schon in einer Besenkammer (8m3) erreicht. Es wird wohl wenige reale Räume geben, die mit solchen Werten glänzen können ...

In diesem Zusammenhang bitte ich zu beachten, dass sich die Raumgröße der QUANTEC-Raummodelle keinesfalls ausschließlich aus der Skalierung der Raumvolumina herleitet. Schon allein durch den Einfluss der jeweiligen Diffusoren auf die Raumakustik sind die Zusammenhänge wesentlich komplexer. Nehmen sie eine simple "Raumgestaltungskomponente" wie etwa eine Badewanne, und projizieren Sie dieses Diffusionsobjekt maßstabsgerecht aus Ihrem Badezimmer in die Kathedrale; dann wissen Sie, wie ich das meine ...

Sind die dargelegten Tricks aus der Hallraumkiste möglicherweise auch dafür verantwortlich, wenn beim Yardstick, anders als beim Vintage-QRS, auch die kleinen Räume musikästhetisch sauber, also nicht metallisch verfärbt klingen?

Genauso ist es!

www.quantec.com/?id=faq069
Jun 2011, aktualisiert Aug 2011

Wenn Sie mehr über das grundlegende Konzept der SIMPLE-, MEDIUM- und COMPLX-Plug-ins erfahren möchten, dann empfehlen wir Ihnen FAQ 012 ...

Kategorie: Total FAQ, Presales, Tonmeister, Room Simulation
Ansprechpartner: Wolf
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070 Ich versuche, einen frisch ausgepackten Yardstick in mein LAN einzubinden. Leider funktioniert überhaupt nichts - was tun?

Anwender A: Ich versuche, einen frisch ausgepackten Yardstick in mein LAN einzubinden. Leider funktioniert überhaupt nichts - was tun?

Anwender B: Ich habe meinen bisherigen PC gegen ein leistungsfähigeres Modell ausgetauscht, das jetzt unter <Mein neues Betriebssystem> läuft. Mein brandneuer <Browserbezeichnung, hohe Versionsnummer> kann in dem neuen LAN-Setup den Yardstick nicht mehr ansprechen. Muss ich beim <Browserbezeichnung, hohe Versionsnummer> irgend etwas spezielles konfigurieren?

Ein Yardstick ist stets völlig unabhängig vom Browser-Typ, und selbstverständlich auch unabhängig von PC, Mac, Linux oder was auch immer. Zum Verständnis: der Yardstick installiert keinerlei Software auf Ihrem Computer - alles spielt sich innerhalb des ganz normalen Web-Browsers ab, genau wie beim Surfen im Internet. Eigentlich sollte jeder internetfähige Browser unmittelbar nach dem Auspacken einwandfrei mit dem im Yardstick eingebauten Webserver zusammenspielen ...

Bitte arbeiten Sie folgende Checkliste durch, um Ihr Problem einzukreisen:

  1. Können Sie mit Ihrem Browser andere Internetseiten erreichen? Wenn das HTTP-Protokoll bei anderen Webseiten funktioniert, dann scheint zumindest das Routing innerhalb Ihres LANs zu funktionieren. Auch ein Problem mit der internen Firewall Ihres PCs wäre dann eher unwahrscheinlich.

  2. Geht beim Einstecken des Ethernetkabels in den Yardstick dessen grüne LED neben dem Ethernet-Anschluss an? Verhält sich die Gegenstelle am anderen Ende des Kabels ähnlich? Dann scheint Ihr Patchkabel in Ordnung zu sein.

  3. Wenn nein: besteht zwischen PC und Yardstick möglicherweise eine Punkt-zu-Punkt-Verbindung? Also kein LAN mit sternförmigem Anschluss aller Geräte an einen Ethernet-Switch? In diesem Fall benötigen Sie zwischen PC und Yardstick kein normales, sondern ein gekreuztes Patchkabel!

  4. Sind Sie sich sicher, dass Sie mit der verwendeten IP-Nummer auch wirklich Ihren Yardstick ansprechen? Und nicht etwa ein ganz anderes Gerät? Oder mit dieser IP-Nummer möglicherweise ins Leere laufen?

  5. Können Sie Ihren Yardstick mit der von Ihnen verwendeten IP-Nummer vom PC aus pingen? Jedes Ping-Paket triggert die ETH-LED an der Frontplatte; sie müsste also im Sekundentakt aufblitzen.

  6. Bleiben die Ping-Antworten vorübergehend aus, wenn Sie Ihren Yardstick aus- und dann wieder einschalten? Dies wäre die abschliessende Bestätigung, dass netzwerktechnisch alles einwandfrei zusammenspielt.

Falls nichts von alledem funktioniert, dann unter SystemSetup/Ethernet/ShowEthernet im Yardstick-Setup nach dessen IP suchen. Dort müsste eine zu Ihrem lokalen LAN passende IP-Nummer eingetragen sein, entweder manuell oder automatisch vom DHCP-Server. Stehen lauter Nullen drin, dann wartet der Yardstick womöglich auf eine Zuteilung vom DHCP-Server, die aus irgendwelchen Gründen ausbleibt. Alternativ können Sie die IP-Nummer auch manuell konfigurieren. Bitte achten Sie darauf, dass eine manuell konfigurierte IP-Nummer nicht mit dem IP-Pool Ihres DHCP-Servers kollidiert.

Ein weiteres Problem, das gelegentlich bei älteren Switches auftritt, ist eine fehlerhafte Geschwindigkeitserkennung. Die Ethernetschnittstelle des Yardstick ist 10BASE-T - nicht 100BASE-T. Lösung: schalten Sie einen weiteren Ethernet-Switch dazwischen, der besser mit dem fehlerhaften Erkennungsalgorithmus klar kommt. Oder tauschen Sie Ihren zentralen Switch gegen ein neueres Model, oder gleich gegen ein anderes Fabrikat. Oft hilft auch das Einschleifen eines Ethernet-Hubs aus Ihrer Altgerätesammlung.

Ich habe kein LAN, es ist lediglich eine Punkt-zu-Punkt-Verbindung (»P2P«) über ein Ethernet-Patchkabel.

Für eine alleinstehende Punkt-zu-Punkt-Verbindung zwischen PC und Yardstick können beliebige IP-Nummern verwendet werden. Trotzdem gilt es, ein paar Spielregeln zu beachten:

  • Sie müssen beide Enden manuell konfigurieren, da kein DHCP-Server erreichbar ist, der dies übernehmen könnte.

  • Sie können Gateway-IPs komplett ignorieren, da es eh keinen Weg nach draußen gibt.

  • Benutzen Sie die selbe Netmask an beiden Enden, z.B. 255.255.0.0 (oder gleich Netmask mit 0.0.0.0 deaktivieren).

  • Benutzen Sie zwei benachbarte Nummern als IP-Adressen, z.B. 169.254.81.192 auf Ihrem PC, und 169.254.81.193 aud dem Yardstick (in diesem Fall müssten Sie 169.254.81.193 am Browser eingeben, um Ihren Yardstick anzusprechen).

Selbstverständlich ist dies nur ein Beispiel für eine funktionsfähige Punkt-zu-Punkt-Verbindung (natürlich ohne Verbindung nach draußen). Es gibt Millionen ähnlicher IP-Einstellungen, die genauso gut funktionieren würden.

Tut mir leid - geht immer noch nicht.

Falls Sie bis hierher alles bestätigen konnten, es aber trotzdem nicht funktioniert, dann scheint es wohl doch ein Problem mit dem Browser oder dessen Konfiguration zu geben.

  1. Ist in Ihrem Browser ein HTTP-Proxy voreingestellt, der evtl. Ihr internes LAN nicht erreichen kann? Ihr Yardstick ist im Prinzip ein Webserver wie jeder andere auch, nur dass er eben nicht im Internet, sondern direkt neben Ihnen steht. Lösung: Sie müssen einen Bypass um den Proxy einrichten, indem Sie im Browser eine Ausnahmeregel für das lokale Nummernkontingent Ihres LANs eintragen.

  2. Ist bei Ihrem neuen <Browserbezeichnung, hohe Versionsnummer> doch vielleicht Javascript deaktiviert? Normalerweise funktioniert Javascript nach der Neuinstallation eines Browsers ohne weiteres Zutun. Vielleicht ist im Browser ein "paranoider" Modus voreingestellt, der natürlich im hausinternen LAN unnötig ist.

www.quantec.com/?id=faq070
Aug 2011

Wenn Sie per Telefon oder E-Mail Hilfe brauchen, bitte vorab klarstellen, ob es sich um ein LAN oder eine P2P-Verbindung handelt.

Kategorie: Total FAQ, Maintenance, Operation
Ansprechpartner: Gustl
Frage gestellt von: Arvisura
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071 Wie wird beim 2493 festgelegt, auf welcher Abtastrate die AD/DA-Konverter arbeiten?

Wie wird beim 2493 festgelegt, auf welcher Abtastrate die AD/DA-Konverter arbeiten?

Es gibt dazu keine manuelle Eingriffsmöglichkeit. Die AD/DA-Konverter arbeiten stets mit der maximalen Abtastrate, die das derzeit aktive Plug-in von der Rechenzeit gerade noch bewältigen kann. Ist beispielsweise ein Plug-in vom Typ SIMPLE aktiv, so arbeiten die AD/DA-Konverter automatisch stets auf 192 kHz.

Ich persönlich finde 192 kHz grauenhaft. Was kann ich tun, um ein SIMPLE Plug-in auf 96 kHz zu zwingen?

Da können Sie gar nichts tun! - Machen Sie daher einen großen Bogen um alle Plug-ins vom Typ SIMPLE, und weichen Sie stattdessen auf Plug-ins vom Typ MEDIUM aus.

Wo bleibt da meine gestalterische Freiheit als Tonmeister?

Wenn ein Plug-in vom Typ MEDIUM die AD/DA-Konverter auf 96 kHz zwingt, dann hat dies für Sie als Anwender den Vorteil dass, wegen des doppelt so großen DSP-Fensters pro Sample, die Komplexität des Algorithmus verdoppelt werden kann. Dadurch wird letztendlich dessen Klangqualität erheblich gesteigert. Im Falle von Plug-ins vom Typ QRS MEDIUM verdoppeln sich Eigenresonanz- und Rückwurfdichte mit der Folge, dass die MEDIUM-Hallfahne dichter und noch weniger metallisch verfärbt klingt als die SIMPLE-Hallfahne. Eine weitere Qualitätsverdoppelung bringt COMPLEX. Details zur Eigenresonanzdichte, auch im Vergleich zu realen Räumen, werden in FAQ 069 ausführlich beschrieben.

Wenn ich das richtige verstehe, dann steuere ich mit dem Typ des Plug-ins die Abtastrate der AD/DA-Konverter ...

Genau so ist es. Bei Plug-ins vom Typ COMPLEX, die dementsprechend die AD/DAs auf 48 kHz zwingen, gibt es nun aber doch noch eine manuelle Einstellmöglichkeit im analog-spezifischen Setup-Menü:

Der Pfad lautet System Setup -> Analog -> Anti-Aliasing Filter

Sie können dort auswählen, ob die Spiegelfrequenzfilter (Kaskade aus AD- und DA-Filtern) bei 24 kHz gemäß Industriestandard um 12 dB dämpfen, oder ob die spezielle QUANTEC-Optimierung aktiv ist, mit der bei 24 kHz bereits 60 dB wirksam sind. Näheres dazu in FAQ 058.

www.quantec.com/?id=faq071
Aug 2011, aktualisiert Mar 2013

Kategorie: Total FAQ, Tonmeister, Operation, Analog I/O
Ansprechpartner: Gustl
Frage gestellt von: Wolf
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072 Wie hängen RTC, Time Server, Time Zone und DST zusammen?

Wie hängen RTC, Time Server, Time Zone und DST zusammen?

Die Basis der Uhrzeit ist die im 249x eingebaute batteriegepufferte RTC (»Real Time Clock«). Sie wird zweckmäßigerweise auf die lokale Winterzeit eingestellt.

Da jede Uhr eine gewisse Ungenauigkeit aufweist, müssen Uhren von Zeit zu Zeit vor- oder nachgestellt werden. Diese Korrektur lässt sich automatisieren, indem man einen Zeitserver (»Time Server«) verwendet. Diese öffentlichen Zeitserver sind weltweit zugänglich, verwalten daher keine lokalen Uhrzeiten, sondern die weltweit gültige UTC (»Universal Time Coordinated«).

Damit aus der UTC eine lokale Zeit gewonnen werden kann, muss das Dekodierprogramm wissen, in welcher Zeitzone (»Time Zone«) man sich befindet. Der 249x erzeugt aus diesen Informationen die lokale Winterzeit. Anschließend wird überprüft, ob lt. Kalender Sommer- oder Winterzeit dargestellt werden muss. Falls Sommer, wird noch der in der Konfiguration hinterlegte DST-Offset hinzuaddiert.

Übrigens: es gilt als unhöflich, wenn all Ihre PCs, Server und Yardsticks die Uhrzeit direkt beim öffentlichen Zeitserver abrufen. Bitte richten Sie gegebenenfalls auf einem Ihrer 24/7-Server einen studioweit nutzbaren lokalen Submaster ein.

www.quantec.com/?id=faq072
Aug 2011

Kategorie: Total FAQ, Maintenance
Ansprechpartner: Gustl
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21. Apr 2011 - recording.de
DocM:
»Die QUANTEC FAQ - Seite ist echt was für Literaten. Selbst die unmöglichsten / dümmsten Fragen werden mit Kompetenz und Nonchalance beantwortet. Klasse!«