Ein QUANTEC-Raumsimulator nähert sich raumakustischen Phänomenen nicht wie ein Hallgerät über einen Raytracing-Ansatz (»Rückwürfe«), sondern über Vorgänge im Trägermedium Luft (»Resonanzen«).
Würde "Raum" auf ein Blasinstrument übertragen, konzentrieren sich unsere Wettbewerber auf die harten internen Grenzflächen im Instrument, also den Korpus aus Holz oder Blech. QUANTEC dagegen rückt die elastische, im Innern des Instruments schwingende Luftsäule ins Zentrum der Simulation.
Bei QUANTEC entstehen alle raumakustischen Phänomene, genau wie im realen Raum, aus ein und derselben Struktur im Raummodell - und nicht wie üblich aus separaten Teilalgorithmen. Dabei bleibt das gesamte Bündel an Raumeffekten stets synchronisiert; jede inkonsistente Einstellung, die zu einem realen Raum in Konflikt stünde, würde auch zu unserem Raummodell in Konflikt stehen. Beispielsweise sind die beiden Rampengeraden für Attack (»Erstreflexionen«) und Decay (»Hallfahne«) über eine Art virtuelles Scharnier verkoppelt (vgl. Fig. 1), das wiederum primär von Raumgröße und RT60 abhängt.
Unser Raummodell ist in der Lage, gleichzeitig eine Vielzahl der akustischen und psychoakustischen Phänomene realer Räume zu emulieren:
- Erstreflexionen
- weicher Anhall
- völlig verfärbungsfreie und trotzdem dichte Hallfahne
- körperliches Druckgefühl bei extrem kleinen Räumen
- das charakteristische Beben im Infraschall bei sehr großen Räumen *)
- von der Vorgeschichte abhängige Zufallsinterferenzen - keine Zufallsgeneratoren *)
- Aufzeichnung akustischer Sequenzen (z.B. Triller) entlang längerer Laufstrecken *)
- hunderte positionsabhängig übers Schallfeld verteilte Raummodenspektren (»IRs«) *)
- Cocktailparty-Effect *)
- Hallelujah-Effekt *)
*) = Quantec-Alleinstellungsmerkmal; erstmalig bei der 249x-Serie realisiert, oder zumindest erheblich verbessert im Vergleich zu unseren Vorgängermodellen.
Bei alledem bleibt unser Raumsimulationsalgorithmus konsequent naturbelassen; insbesondere ohne jeden Zusatz von Modulation (»Leslie-Effekt«). Daher ist er uneingeschränkt einsetzbar, vor allem auch in der klassischen Klaviermusik.
Der Hallelujah-Effekt ist ein absolutes QUANTEC-Alleinstellungsmerkmal. Erstmals Jan 2010 hier in Form eines kommentierten Diagramms publiziert (auszugsweise seit Feb 2010 auch in unseren Gerätehandbüchern), ist unsere Entdeckung so neu, dass sie bislang überhaupt noch nicht wissenschaftlich erfasst wurde. Informationen zum Hallelujah-Effekt gibt es daher z.Zt. (Feb 2012) nur hier auf dieser Website.
Das verblüffendste beim Hallelujah-Effekt ist dessen Fähigkeit, massiv in die zeitliche Abfolge einer musikalischen Sequenz einzugreifen. Neben vielen anderen raumakustischen Phänomenen wird im nachstehenden Diagramm (Fig. 1) in roter Farbe visualisiert, wie es bei der Raumsimulation, analog zum natürlichen Raum, zu einer Neuanordnung der Silben (und damit verbunden auch der Noten) kommen kann. Aus dem ursprünglichen »Hal-le-lu-jah« macht der Raum an dieser Stelle ein »le-lu-jah-Hal«. Eine solche, vom Gehör nicht nachvollziehbare Umschichtung musikalischer Phrasen ist ein weiterer Grund dafür, weshalb eine echte Raumsimulation so atemberaubend lebendig klingt.
Wie im unteren Diagramm (Fig. 2) zu erkennen ist, tritt der Hallelujah-Effekt bei Hallgeräten unserer Wettbewerber nicht auf. Dort wird das »Hal-le-lu-jah« zwar zeitlich etwas gestaucht, in der prinzipiellen Abfolge aber unverändert weitergegeben. Darüber hinaus werden in Fig. 2 verschiedene unerwünschte Nebenwirkungen kommentiert, die bei den Konzepten unserer Wettbewerber zwangsläufig auftreten.
Fig. 1 - Für deutsche Übersetzungen Mauszeiger über das Diagramm bewegen ...
Fig. 2 - Für deutsche Übersetzungen Mauszeiger über das Diagramm bewegen ...
Nach oben
Unsere Wettbewerber setzen in ihren Konzepten an mehreren Stellen auf suboptimale Ansätze. Ein simples Verknüpfen unabhängiger Teilalgorithmen führt zwangsläufig dazu, dass unter gewissen Randbedingungen, ohne jede Vorwarnung, häßliche Nebenwirkungen auftreten.
In der Absicht, solche Risiken zu minimieren, verfolgt ein erfahrener Mixdown-Tonmeister eine aus unserer Sicht völlig verquere Strategie, jeweils einen "Hall für Schlagzeug", einen "Hall für Stimmen", und einen "Hall für Klavier" einzusetzten.
Um schlussendlich all die widersprüchlichen Hallsituationen in einem Raum zusammenzufügen, muss der Tonmeister, mit viel Geduld und Feingefühl, an einer Vielzahl von Stellschrauben drehen - immer und immer wieder, bis das ganze schlüssig zueinander passt. Wir reden hier von Stunden, während der Produzent gelangweilt daneben sitzt, nicht von ein paar Minuten.
Egal welches Instrument, egal welche Einstellung: Quantec-Räume klingen stets echt.
Nach oben
Yardstick-Raumsimulatoren der Reihe 249x sind hochwertige digitale Hallgeräte auf der Basis des Original QRS Raumsimulations-Algorithmus aus dem Jahr 1982. Aufgrund seines unaufdringlichen, natürlichen Charakters und seiner überragenden räumlichen Abbildung wurde der Original-QRS weit mehr als nur ein beliebtes Gestaltungsmittel in der Popmusik.
Geradezu als Maßstab, an dem sich alle Konkurrenzprodukte messen müssen, gilt der QRS in der klassischen Musikproduktion, in der Kammermusik, sowie in der Filmsynchronisation.
Anders ausgedrückt: überall dort, wo eine unaufdringliche, natürlich klingende Ambience gewünscht, und mithin jede Art von künstlichem Nachhall abgelehnt wird, wird der QRS-Algorithmus seit Jahrzehnten von nahmhaften Tonmeistern gerühmt.
Aufgrund der besonderen Eigenschaften des QRS-Algorithmus kann der QUANTEC-Raumsimulator im Vergleich zu den Produkten des Wettbewerbs seine Stärken vor allem in den folgenden Situationen überzeugend ausspielen:
- in der Endmischung aufgrund seiner unaufdringlichen Transparenz, wobei auch eine üppige Dosierung über den gesamten Mix nicht zum Verwaschen neigt
- bei einer Vielzahl von Musikproduktionen im Bereich der Klassik, wo sich ein als künstlich wahrnehmbarer Raumeindruck schon aus stilistischen Gründen verbietet
- in der Film- und Hörspielproduktion aufgrund seiner förmlich greifbaren Raumillusionen bei der Simulation realer Räume, die bei beengten Umgebungen bis hin zu einem körperlich unangenehmen Druckgefühl reichen können
- in der Filmproduktion aufgrund seiner überragenden Ambience bei weiträumigen Space-Effekten
- in der Beschallungstechnik, wo sich die stark ausgeprägten Resonanzlinien und -lücken eines für Musikdarbietungen ungeeigneten Raumes auffüllen und ausbügeln lassen. Dadurch wird einerseits der Klang einer Mehrzweckhalle musiktauglicher, andererseits verringert sich die Gefahr der akustischen Rückkopplung
- beim musikalisch-improvisatorischen Spiel mit dem Anhall, also dem Aufbrausen des Raumes
Wenn sich schon die klangliche Charakteristik des QRS-Algorithmus – und damit auch des Yardsticks – deutlich von den Produkten des Wettbewerbs abhebt, so hat dies zwangsläufig auch erheblichen Einfluss auf die Anzahl und Art der zur Verfügung stehenden Parameter.
Nach oben